Mittwoch, 30. Dezember 2015

Zusammenfassung der Weihnachtsgeschichte - und was danach kam

Aus dem "Peak-Oil"-Blog von John Michael Greer, aus den Kommentaren:

"Christmas is the story of a child who was born in poverty, lost his father at an early age, grew up in a nation under the brutal rule of a foreign despot, was homeless as an adult, was betrayed by people he loved and trusted, and suffered a cruel, painful, and humiliating death -- and rose above all of it. (In any sense you chooose, theological or otherwise.) That story seems noticeably relevant just now."

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Horoskop 2016...und das Gleichnis vom verlorenen Sohn

Also, wen die "astrologische Wettervorhersage" für 2016  interessiert, hier die Seite, auf der ich mir das immer ansehe: Mondo Cane von Salamandra.

So, und jetzt zum Gleichnis mit dem verlorenen Sohn (Es folgen Selbstansicht- und Einsichtsgeschwafel, vorab eine Story aus der Bibel, als Aufhänger. Wer das *nicht* mag sollte JETZT woandershin wechseln. Hierhin zum Beispiel. Danke.)

Nur zur Erinnerung, das Gleichnis vom verlorenen Sohn dreht sich um einen Sohn, der zum Vater geht und seinen Erbanteil fordert (laut WDR3 Religionsradio um 7:50 Uhr und dem katholischen Herrn aus Leverkusen, eine damals gängige Praxis). Nachdem er seinen ganzen Erbteil durchgeprasst hat mit...Tunichtguten-Tugenden vielleicht - wird er zunächst Schweinehirte (also vom Ansehehn her zur damaligen Zeit quasi der letzte Job) und als es dann auch immer noch nicht zum Leben reicht, kehrt er zum Vater zurück, abgerissen wie er ist.
Der Vater startet nicht etwa eine Scheltpredigt, nein, er empfängt ihn wie den höchsten Ehrengast. Läuft ihm auf dem Weg entgegen und sowas.* Dem zuhause gebliebenen Sohn ist unverständlich, wofür er, (der dem Vater treu gedient hat und tugendvoll nichts verschwendet hat usw.) jetzt veranlassen soll**, ein wertvolles Essen auf den Tisch zu bringen. So eine Ungerechtigkeit - könnte man urteilen.

Diesem Urteil hatte ich mich bis zu dieser Woche irgendwie unbewusst angeschlossen - oder zumindest das ganze Gleichnis nicht verstanden und es daher in die mentale Rümpelkammer zum Einstauben gestellt.So nach dem Motto: wird wohl wichtig sein - immerhin hat es über 2.000 Jahre überlebt - ich versteh´s nur nicht***.

Und just so kurz vor Weihnachten ist mir die Lampe endlich aufgegangen: es geht darum, dass der Sohn psychologisch gesehen überlebt****.

Ich mein, wie sähe die Story aus, wenn der Vater die unüberlegte Reaktion wählt, so nach dem Motto:"Wie siehst DU denn aus?! WOMIT hast du das Geld verprasst, dass ich im Schweiße meines Angesichts erackert habe?!! MEIN Sohn wird doch kein Schweinehirte!!!!"

Und das nachdem der Sohn bereits die bittere Pille geschluckt hat, nicht als Prinz zur Familie zurück kehren zu können und es "allen zu zeigen".

Jetzt wo ich das alles so aufschreibe, fällt mir auf, dass dem Vater vielleicht auch bewusst war, dass er selbst vielleicht als Jugendlicher auch nicht immer "auf dem Pfad der Tugend wandelte" und weiß, welchen Reifungsprozess der Junge durchgemacht hat, um mit der Mütze in der Hand wieder vor ihm zu stehen. Und damit paradoxerweise eigentlich wohl bewiesen hat, dass er zu etwas taugt.

Blöd nur, fällt mir jetzt auch auf, dass damit der Reifungsprozeß des daheim gebliebenen Sohns anfängt. Das Verhalten von Bruder und Vater reibt ihn auf, das ist in seiner Reaktion zum Vater klar, bloß wie wird er sich entscheiden? Verbitterung? Haß? Vergebung? Neugierde? Liebe? Akzeptanz? Oder gar: Einsicht?

*: Kennen wir z.B. von der Hochzeit von William & Kate: alle gewöhnlichen Leute werden vom Bishof an der Kirchenpforte empfangen, für die Queen steht er natürlich am Anfang des roten Teppichs.
**: ...daß der zur damaligen Zeit *selbst* das Messer in die Hand genommen hätte?! Da lachen ja die Hühner! Obwohl, vielleicht war schächten ja doch Männersache, sollte ich mal recherchieren...
***:...geht mir ja mit vielen Dingen so, noch kein Grund deswegen Konzepte komplett aus dem Kopf weg zu werfen...
****:...und damit auf lange Frist gesehen auch somatisch.