Mittwoch, 30. Dezember 2015

Zusammenfassung der Weihnachtsgeschichte - und was danach kam

Aus dem "Peak-Oil"-Blog von John Michael Greer, aus den Kommentaren:

"Christmas is the story of a child who was born in poverty, lost his father at an early age, grew up in a nation under the brutal rule of a foreign despot, was homeless as an adult, was betrayed by people he loved and trusted, and suffered a cruel, painful, and humiliating death -- and rose above all of it. (In any sense you chooose, theological or otherwise.) That story seems noticeably relevant just now."

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Horoskop 2016...und das Gleichnis vom verlorenen Sohn

Also, wen die "astrologische Wettervorhersage" für 2016  interessiert, hier die Seite, auf der ich mir das immer ansehe: Mondo Cane von Salamandra.

So, und jetzt zum Gleichnis mit dem verlorenen Sohn (Es folgen Selbstansicht- und Einsichtsgeschwafel, vorab eine Story aus der Bibel, als Aufhänger. Wer das *nicht* mag sollte JETZT woandershin wechseln. Hierhin zum Beispiel. Danke.)

Nur zur Erinnerung, das Gleichnis vom verlorenen Sohn dreht sich um einen Sohn, der zum Vater geht und seinen Erbanteil fordert (laut WDR3 Religionsradio um 7:50 Uhr und dem katholischen Herrn aus Leverkusen, eine damals gängige Praxis). Nachdem er seinen ganzen Erbteil durchgeprasst hat mit...Tunichtguten-Tugenden vielleicht - wird er zunächst Schweinehirte (also vom Ansehehn her zur damaligen Zeit quasi der letzte Job) und als es dann auch immer noch nicht zum Leben reicht, kehrt er zum Vater zurück, abgerissen wie er ist.
Der Vater startet nicht etwa eine Scheltpredigt, nein, er empfängt ihn wie den höchsten Ehrengast. Läuft ihm auf dem Weg entgegen und sowas.* Dem zuhause gebliebenen Sohn ist unverständlich, wofür er, (der dem Vater treu gedient hat und tugendvoll nichts verschwendet hat usw.) jetzt veranlassen soll**, ein wertvolles Essen auf den Tisch zu bringen. So eine Ungerechtigkeit - könnte man urteilen.

Diesem Urteil hatte ich mich bis zu dieser Woche irgendwie unbewusst angeschlossen - oder zumindest das ganze Gleichnis nicht verstanden und es daher in die mentale Rümpelkammer zum Einstauben gestellt.So nach dem Motto: wird wohl wichtig sein - immerhin hat es über 2.000 Jahre überlebt - ich versteh´s nur nicht***.

Und just so kurz vor Weihnachten ist mir die Lampe endlich aufgegangen: es geht darum, dass der Sohn psychologisch gesehen überlebt****.

Ich mein, wie sähe die Story aus, wenn der Vater die unüberlegte Reaktion wählt, so nach dem Motto:"Wie siehst DU denn aus?! WOMIT hast du das Geld verprasst, dass ich im Schweiße meines Angesichts erackert habe?!! MEIN Sohn wird doch kein Schweinehirte!!!!"

Und das nachdem der Sohn bereits die bittere Pille geschluckt hat, nicht als Prinz zur Familie zurück kehren zu können und es "allen zu zeigen".

Jetzt wo ich das alles so aufschreibe, fällt mir auf, dass dem Vater vielleicht auch bewusst war, dass er selbst vielleicht als Jugendlicher auch nicht immer "auf dem Pfad der Tugend wandelte" und weiß, welchen Reifungsprozess der Junge durchgemacht hat, um mit der Mütze in der Hand wieder vor ihm zu stehen. Und damit paradoxerweise eigentlich wohl bewiesen hat, dass er zu etwas taugt.

Blöd nur, fällt mir jetzt auch auf, dass damit der Reifungsprozeß des daheim gebliebenen Sohns anfängt. Das Verhalten von Bruder und Vater reibt ihn auf, das ist in seiner Reaktion zum Vater klar, bloß wie wird er sich entscheiden? Verbitterung? Haß? Vergebung? Neugierde? Liebe? Akzeptanz? Oder gar: Einsicht?

*: Kennen wir z.B. von der Hochzeit von William & Kate: alle gewöhnlichen Leute werden vom Bishof an der Kirchenpforte empfangen, für die Queen steht er natürlich am Anfang des roten Teppichs.
**: ...daß der zur damaligen Zeit *selbst* das Messer in die Hand genommen hätte?! Da lachen ja die Hühner! Obwohl, vielleicht war schächten ja doch Männersache, sollte ich mal recherchieren...
***:...geht mir ja mit vielen Dingen so, noch kein Grund deswegen Konzepte komplett aus dem Kopf weg zu werfen...
****:...und damit auf lange Frist gesehen auch somatisch.

Sonntag, 25. Oktober 2015

Winterschlaf & Persönlichkeit(en)

...übrigens glaube ich, dass der Blog ein bissel in einen Winterschlaf sinkt - ich komme gerade nicht mit dem Schreiben nach. Vermutlich habe ich einfach bei mehr Sonnenstunden mehr Lust zum kommunizieren. Vielleicht geht es euch ja auch so und es fällt gar nicht so auf, wenn ich hier manchmal etwas später veröffentliche (hüstel).

Bei der Fahrt zur Messe letztens auf einer Tasche entdeckt:

Happy girls are the prettiest.

Musste direkt Grinsen, weil das durchaus auch mein Credo sein könnte.
Das ist übrigens auch ein Grund warum es meiner Meinung nach nicht direkt ausmacht was eine Person trägt, weil die Persönlichkeit alles überstrahlen kann und man ab einem gewissen Punkt nicht mehr Mittel in teurere Kleidung stecken sollte, sondern in Persönlichkeitsentwicklung.
Wobei: hochwertige Kleidung kann natürlich länger halten und dann isses wieder ein Dingelchen des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung.

Sonntag, 18. Oktober 2015

Premiere: ein paar Worte verstanden...

Heute also Wiewunderlandia-Premiere: ich habe bei einem französischen Lied ein paar Worte verstanden. Also direkt, nicht nach stundenlangen Überlegungen oder Nachschlagen. Es hat sich also trotz halbherziger Sprachverfolgung was festgesetzt und das Projekt ist ja auch nur schlappe 5 Jahre alt ;-)
Aber es gab halt mit der Entscheidung zum Umzug innerdeutschlands und nicht international keinen "dringenden" Grund mehr um der Sprache mächtig zu werden. Derzeit wird auch wieder eher die Gebärdensprache interessant, aber auch da fehlt die Dringlichkeit...
Übrigens war es natürlich ein Kinderlied, und die Worte waren das französische Äquivalent von "Wo ist...(Kleidungsstück A was ich nicht verstanden habe)" und "Wo sind...(Kleidungsstücke B, ebenfalls unbekannterweise*)

*: obwohl - ich glaube der männliche Sänger hat u.a. seine Motorradjacke gesucht (Vest de motor oder so?!)

Sonntag, 11. Oktober 2015

Zitate - C.G. Jung "Mental illness"

Zugegebenerweise weiß ich über das Werk von C.G. Jung ziemlich wenig. Eigentlich fast gar nix* - aber der folgende Spruch gefällt mir sehr gut**:

"The foundation of all mental illness is the unwillingness to experience legitimate suffering"

in etwa: Das Fundament aller Geisteskrankheiten ist der Unwille, legitimes Leiden zu erleben".

Wohlan: welchem Leiden setzte ich mich als nächstes freiwillig aus? Vielleicht abermals Wäsche aufhängen? ;-)

*:...eine Tatsache, die sich bald mal ändern sollte!!
**:Obacht: bin mir nicht sicher, ob ich den in so harter Härte vertreten kann, aber als Denkanstoß finde ich es interessant.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Fairphone Fortsetzung

...gestern die Seite von meinem zukünftigen Fairphone aufgerufen und fast mit angehaltenem Atem auf die Zähleranzeige gewartet. Muss dazu sagen, dass mein derzeitiger Internetzugang einfach ganz schön lange braucht um Seiten zu laden - und die Seite von meinem Schlauphone ist ja auf dem neuesten Designstand. Vermutlich hätte ich unter Atemnot zu leiden gehabt, wenn ich wirklich den Atem angehalten hätte. Es hieß ja: bis Ende September 15.000 verbindliche Vorbestellung, damit es das Fairphone 2 gibt und als der Zähler anzeigte waren es:
 17.551! Juhuu!
Soweit ich informiert bin habe ich dann ein "State of the Art" Telefon* das den aus meiner Sicht absoluten Vorteil hat, das (fast?) alle Teile austausch- und ersetzbar sind. Und die Firma es auch darauf anlegt.
Endlich mal Fortschritt! kann ich dazu nur sagen - nicht bloß wieder so ein Einmalphone was nur knappe 12 Monate oder so hält und wichtige monetäre und anderweite Resourcen schluckt, die man für andere Dinge** braucht.

Also, ab November muss ich dann entscheiden, welche Apps appsolut nötig sind ;-)

*: der Ausdruck ist ja schon fast überholt, nehme ich mal an...
**: Bücher zum Beispiel. Oder Bildung. Oder was übrig zu haben für neue, Initiativen.

Sonntag, 27. September 2015

Zen und Dreckige Wäsche waschen...

Socken waschen ist für mich immer eine Herausforderung. Gaanz viele Einzelteile, die alle einzeln von Hand auf Links gedreht werden wollen und ständig aus der Waschmaschine purzeln, bevor ich dieselbe anwerfen kann. Beim Aufhängen und hinterher zusammenfalten das Gleiche dann in Grün.
Früher war das echt keine Aufgabe für mich. Aber mittlerweile ist es wesentlich besser geworden. Einerseit durch die Quellcode-Kuckerei, die meine Arbeit für eine Zeit ausgemachte und andererseits weil es eine Art Zen-Übung ist: kann ich meine innere Unlust/Unruhe akzeptieren und trotzdem weiter machen? Kann ich über mich selbst hinaus wachsen und neue Routinen/Einstellungen entwickeln?
Das Schöne ist: diese Herausforderung wird nicht weniger, weil es ja nach einer gewissen Zeit wieder heißt: Sockenwäsche!!
Warum das jetzt relevant für Arbeit oder das Leben ist? Man kommt nicht um Dinge herum, die einem keinen Spaß machen, oder die einen Unruhig werden lassen. Wenn ich aber lernen kann, diese Dinge anzugehen und zu ertragen, dass es nicht so läuft, wie ich das gern hätte, kann ich in wesentlich mehr Situationen ruhig bleiben und weitermachen, und so eine Aufgabe erledigen, die mir schwerfällt.
Quasi eine Arte geistiges Body-building.

Sonntag, 20. September 2015

Wiederholungen und Lifestyle in Wiewunderlandia

Beim Schreiben meines letzten Blogbeitrages hatte ich den Eindruck, das schonmal geschrieben zu haben. In den Überschriften konnte ich so direkt nicht verfolgen, ob das der Fall ist, oder ob ich das einfach nur den meisten schon erzählt habe.
Falls es hier im Blog also zu Wiederholungen kommt, bitte ich dies zu entschuldigen.

Lifestyle - ich fand zwar die ganzen schlauen Telefone zwar schon länger irgendwie cool aber auch irgendwie zu teuer (wir erinnern uns Preis x 33-35), nur um ein Statussymbol zum telefonieren oder - noch mehr "old school" SMSsen zu haben. Jaja, SMS wer hat den sowas heute noch, fragte mich unlängst jemand. Tja, ich. Aber ich hab ja auch bisher ein Display von der Größe einer Streichholzschachtel.

Jetzt haben gewisse Pressure-Groups aus meinem Freundeskreis doch schon länger hartnäckig darauf bestanden, dass ich mal in die Zukunft eintreten müsste (lies: What´s App) - und da ich für meine Arbeit gerne eine Freisprechanlage habe und die sich für mein altes Handy (ka Schnur dran?!) nicht mehr lohnt, war ich zunächst auf der Suche nach einem alten Schlaufon. Im Freundeskreis hatte sich auch jemand angeboten, ich kam mir irgendwie zu ... zeckig vor. Geld sparen ist ja gut und schön, aber Zecke will ich keine sein. Naja und da ich mir letztens mal eine CHIP kaufte, in der es in einer Randnotiz ums Fairphone ging, hatte ich mein Schlaufon gefunden. Jetzt nur noch hoffen, dass es wirklich zu den 15.000 Vorbestellungen kommt, dann habe ich im November vielleicht neue Technik, die ich wieder verstehen darf. Tja und wenn nicht, habe ich 18.935 Euro* "gespart" - dann muss ich mir nur noch Gedanken machen, was ich dem Kumpel denn als Austausch anbieten kann, damit ich das Telefon nicht für umme bekumme.

*: ca. 514 Euro x 55

Sonntag, 13. September 2015

Sternzeichen-Überlegungen - der Magen und das Rückrat

Man sagt den verschiedenen Sternzeichen ja nach, bestimmte Vor- und Nachteile bzw. Stärken und Schwächen mit sich zu bringen. Man kann das Ganze als Spiri-Zeugs abtun, ich hatte mir mal eine Verschwörungstherorie zurecht gelegt, die ich ganz plausibel fand: Zu damaligen Zeiten - also vor der Möglichkeit aus aller Welt Nahrung zu den unmöglichsten Zeitpunkten herbei zu schaffen* - gab es saisonale Nahrung - d.h. ein Kind das im August geboren wurde hatte wesentlich mehr Zugang zu zuckerhaltiger Nahrung (reifes Obst, Muttermilch schmeckt anders/ist anders zusammen gesetzt) als z.B. ein Kind, dass im Dezember zur Welt kommt (eingemachten Kohl u.ä., eingemachtes Obst). Und augenscheinlich hat die Darmflora einen Einfluß auf die Befindlichkeit eines Menschen -also vielleicht auch auf so Faktoren wie z.B. Geduld, Offenheit, zur Verfügung stehende Energie. Also Faktoren, die maßgeblich mitbestimmen, wie man in der Gemeinschaft rezipiert wird. Und wenn man dann z.B. ein Märzkind ist, stellt sich der Magen/Darmtrakt zunächst darauf ein, Märznahrung zu verdauen und das führt ggf. zu bestimmten Generalisierungen was das Verhalten angeht und zu den Sternzeichen führte.
 Die halt heute so nicht mehr haltbar sind, weil die Kinder jederzeit alles essen können, was Mutti und Vati neben den anderen Dingen, die die Kids sich selbst fröhlich in den Mund stopfen, für gesund halten.

Eigentlich wollte ich darauf hinaus, das meinem Sternzeichen u.a. ein eisernes Rückrat nachgesagt wird, dass ich in der Vergangenheit auch schonmal brauchte um diverse Situationen erfolgreich zu durchstehen.**
Im asiatischen, aber auch im russischen Raum gibt es da die "Daruma-Doll" ein Stehaufmännchen bzw. in Russland eine Stehauf-Frau, die einen Geist symbolisieren soll, der niemals ganz umfällt, sondern sich immer wieder von selbst aufrichtet. Ein schönes Symbol, das es hier eher als Kinderspielzeug zur Verdeutlichung des Schwerpunktes gibt. was den Kindern da alles an Aufrichte-Symbolik entgehen könnte...

*: z.B. Mangos die maximal vor 24 Stunden in Asien gepflückt worden sind in Deutschland kaufen zu können finde ich eigentlich schon ekelhaft dekadent, auch wenn der Geschmack sicherlich unvergleichlich ist.
**: ...wer jetzt heiß auf die Beschreibung solcher Situationen wartet/hofft, den muss ich leider schwer enttäuschen. Mir geht es hier darum die Welt und mein Handeln zu verstehen, bzw. Infos in die Welt zu bringen, die einen als Mensch weiterbringen, bzw. den humorvollen Blick aufs Ganze befördern.
Dreckige Wäsche können Andere waschen.

Sonntag, 6. September 2015

Das Landei in der Stadt - Entfernung und Telefonitis

Ich komme ja aus dem tiefsten Niederrhein (Nie da rein, Nie da raus?!) und für mich sind Entfernungen irgendwie anders als für Stadtkinners: um die Ecke bedeutet für mich: zu-Fuß-erreichbar-in-sagen-wir-mal-15-Minuten. Für Städter ist damit tatsächlich die nächste Straßenecke gemeint.

Oder das ich mit dem Auto eine 30-Minuten Strecke fahre und immer noch in der gleichen Stadt bin - die - zumeist jedenfalls - auch noch die gleiche Vorwahl hat. "Zuhause" wäre mindestens schon zweimal die Vorwahl gewechselt worden.* Was dazu führt, das ich noch regelmäßig die Vorwahl mitschreibe, wenn mir jemand eine Telefonnummer durchgibt. Obwohl es ja die gleiche ist...

Faszinierend - würd eine bekannte Science-Fiction Figur sagen...

*: wobei mich die Wortwahl an Kleidung erinnert. Man könnte im übertragenden Sinne sagen, dass die Großstädte nicht so sauber agieren wie die kleineren, was ihre Vorwahlen angeht ;-)

Sonntag, 30. August 2015

Flyer falten für Feldenkrais-Freuden

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich also meinen Feldenkrais-Flyer erstellt bekommen und habe mittlerweile die zweite Charge bestellt (Mitte letzten Jahres oder so). Die erste Charge von 100 habe ich durch. Optimistisch wie ich bin, hab ich dann mal 400 bestellt. Und bin bisher geschätzte 20 losgeworden, oder so?

Getreu dem Motto, was ich selbst machen kann, mache ich, habe ich keine Faltung gewollt. Und habe heute dann mal wieder fleißig vor mich hin gefaltet Was man nicht alles tut, um 50 Euro oder so zu sparen...obwohl es ja eine Faustregel gibt, nach der man 33-35x soviel investiert haben muss, damit man den Betrag aus Zinsen o.ä. hat. Was dann knappe 2.000 Euro wären - schon ein Betrag über den man nachdenken könnte, oder?

Jedenfalls war ich letzten Sonntag beim örtlichen Tauschkreis und dachte, ich nehme mal optimistisch 3 von den Flyern mit. Werden wohl reichen, dachte ich so - das kennt ja eh keine/r.

Fehleinschätzung!

Zwei Leute waren total begeistert, eine davon hat direkt eine Einheit gebucht. Eine weitere war nicht abgeneigt es mal zu versuchen. Und es wollte noch jemand einen Flyer haben. Ich war ganz überwältigt.
Gut wie die meisten meiner LeserInnen wissen bzw. eingebläut kriegen: Interesse bzw. Anfrage bedeutet noch läängst keine Buchung. Dennoch, ist es ein Anfang.

Letzten Montag also die erste Feldenkraisstunde in Essen gegeben: Juhuu!

Übrigens, der schicke Flyer wurde von Anna Arndt erstellt, deren Arbeit ich nur wärmstens empfehlen kann!

Sonntag, 23. August 2015

Privacy - oder automatische Zuckermessung

Vor Jahren - also genauer gesagt 2008* - habe ich einen Bericht gehört (WDR 5 meine ich) über einen Betrieb, der eine automatische Zuckermessung mit einem Sender verbindet. Anwendungsgebiet? Kinder und Jugendliche mit Diabetes - damit Mami auch immer weiß was Sache ist.
Mir ist klar, dass vor allem Jugenddiabetes ein großes Problem ist: zu einer Zeit, wo man gerade gegen Regeln tritt um seine eigene Identität zu finden und spannende Dinge ausprobiert, möchte man nicht die einzige in der Eisdiele sein, die Wasser trinkt oder sich an einen festgesetzten Zeitplan halten muss - wie uncool.
Bloß leider ist das wichtig, weil es sonst zu so "spassigen" Nebenwirkungen wie Beeinträchtigung der Durchblutung und so kommen kann. Kein Problem?
Naja, im schlimmsten Dauerfall gehen die Augen kaputt (sprich: blind), die Füße/Beine werden unbrauchbar (sprich: ab) und soweit ich informiert bin kann man auch mal bewusstlos werden, weil der Blutzuckerspiegel zu niedrig/hoch ist. Und ggf. kriegt das Umfeld das nicht mit, weil es einfach so aussieht als wenn die Person zu viel getrunken hätte!
Daher ist so eine automatische Überwachung vielleicht gar nicht mal so blöde.
 Persönlich stellten sich mir damals alle Nackenhaare hoch - ich sah eine überbesorgte Mutter vor mir, die im SUV mit einem Schokoriegel ankommt, sobald der Blutzuckerwert auch nur in die Nähe der Leitplanke zur Unterzuckerung gerät. Oder andersherum mit Insulin.
In 2008 hab ich mich auch aufgeregt, wie so ein Betrieb die Ängste der Betroffenen ausnutzt und dabei über Privacy-Überlegungen hinwegrollt, die gerade für Jugendliche sehr wichtig sein können. Und das Geschreibsel hier hat mich mehr darüber nachdenken lassen und ich komme zu dem Schluss, dass so eine automatisierte Erfassung im Einzelfall eine gute Idee sein könnte. Nur leider geht es da auch um Angst und wo Angst im Spiel ist, wird häufig der gesunde Menschenverstand erstmal abgegeben, damit auch wirklich alles sicher ist. Und wirkliche Sicherheit...tja...wie sagte schon mein Vater: Das Leben ist immer lebensgefährlich.
In dem Sinne, hoffe ich das wir alle noch lange gesund der Lebensgefahr aus dem Weg gehen und uns freuen können, wie sinnig und gut Technik eingesetzt wird.

*: Huch! Eine genaue Zeitangabe. Wie konnte das passieren?!

Sonntag, 16. August 2015

Krach! --- oder auditive Empfindlichkeit...

Auditiv leicht ablenkbar schreibe ich manchmal in die Berichte, die ich so zu schreiben habe, wenn jemand sich von Dingen die sie/er hört leicht ablenken lässt. Das kann an der Persönlichkeit liegen - also quasi genetisch oder sonstwie intern bedingt, es kann aber auch an der Umwelt im weitesten Sinne liegen: wenn Geräusche (Türenklappen, rennen, andere Töne) potenziell "gefährlich" sein können, vertraut man eher auf das Hören, als auf das Sehen.

Das ist übrigens auch - soweit ich weiß - evolutionär so angelegt: der Hörnerv funkt einen Bruchteil schneller ans Hirn als alle anderen Nerven inklusive Sehnerv. Klar, wenn der Ast im Gebüsch knackt, nicht lange warten bis man den Tiger sieht, sondern direkt auf die Bäume.

Mir wäre lieber, ich könnte über erhöhte auditive Empfindlichkeit schreiben -gerade weil es quasi im menschlichen Bauplan so eingestielt ist und weil es ja auch auf die Tagesform ankommt. Möchte mal den/die FetengängerIn sehen, die nach einer durchbecherten Nacht positiv auf laute Geräusche reagiert!
Und das war auch der Anlass des heutigen Sinnierens: ich habe mal eine Zeitlang auf einer immens alten Tastatur getippt - also einer, die beim Schreiben noch "KLACKER-DIE-KLACKER-DIE-KLACK" von sich gibt und bin doch glatt jemand anderem im Raum frühmorgens um ca. 9 damit auf den Keks gegangen, weil ich einen längeren Text zu schreiben hatte und ich halt nun mal mit allen Fingern reinzuhauen weiß und über die Jahre bisher auch noch nicht langsamer geworden bin*. Die Reaktion war sowas wie: "...Terror** am Arbeitsplatz..."

Heutzutage kann das ja eher weniger passieren, weil die Tastaturen WESENTLICH leiser geworden sind, aber lustig fand ich es damals schon, dass ich durch einfaches arbeiten jemanden auf die Palme bringen konnte. Rücksichtsvoll wie ich nunmal bin, habe ich mir aber dann eine andere Aufgabe vorgenommen und gewartet, bis der zweite Kaffee des Tages konsumiert war, bevor ich wieder losklackerte ;-)

*: Was auch die länge der Blogbeiträge erklären könnte...;-)
**: Mit dieser Wortwahl der Person lande ich wahrscheinlich in jeder gängigen Rasterfahndung...seufz.

Sonntag, 9. August 2015

Obacht! Spirizeugs! --- Loving kindness Meditation

Den Blog habe ich auch geschaffen, um einen "online-Speicher" teilen zu können, von kleinen Zitaten oder Webseiten, die ich nett/interessant und/oder wichtig finde. Vor allem aber, weil ich für derartige Zettel noch nicht so richtig einen Platz in meinem Aufräumversum gefunden habe, hier schonmal ein Backup - breitgrins.

Ich präsentiere die "Loving kindness meditation", die, glaube ich, von Suzette Haden Elgin verfasst wurde, der Autorin von so schönen Werken wie "Native Tongue" (auch wenn das Werk ganz schön Feministisch ist und z.T. nicht mehr ganz zeitgemäß, zum Glück!)

May you be happy
 May you be well
May you be free from suffering
May you be safe


Euch allen einen tollen Tag & einen guten Start in die Woche!

Sonntag, 2. August 2015

Sprachenlernern - free rice und Hoffnung für das Abendland

Kennt ihr schon freerice? Eine Webseite, die von der UN ist - zumindest, wenn ich das richtig verstanden habe - und bei der man sich quizmäßig bei 5 verschiedene Sprachen (eine tote) und für z.B. Chemie, Mathematik oder Kulturallgemeinbildung verbessern kann. Das schöne neben der Reisspende die dadurch stattfindet ist vor auch, dass sich das Programm dem eigenen Niveau anpasst. Wenn ich also z.B. bei Geographie anfange - wie ihr ja wisst ein gaaanz starkes Fach von mir - und nur verhaue, bleibt es bei einfachen Dingen, die dann aber auch wiederholt werden, bis ichs kann. Sehr schicke Sache, finde ich.

Was das jetzt mit der Hoffnung für das Abendland zu tun hat? Ich saß letztens in einer Runde von 6 Leuten und wollte einen ergotherapeutischen Test empfehlen, der aber nur auf Englisch abgefasst war. Bisher war ich nur gewöhnt, dass alle stöhnend abwinkten. Das hat mich immer ein wenig zurück geworfen, weil ich so viele tolle Bücher und z.T. auch Blogs usw. auf Englisch liebe.
Und dieses Mal? Alle die es betraf meinten auf meinen schüchternen Hinweis: "...is aber auf Englisch..." gleich: "Wo ist das Problem?" Hurra!. Obwohl ich ja mitlerweile fast der Ansicht bin, frau könnte langsam anfangen, Arabisch, Russisch und/oder Chinesisch zu lernen, damit es eine echte Hoffnung für das Abendland gibt ;-)

So, und jetzt entschuldigt mich bitte, ich will mal sehen, ob ich in Latein was reißen kann... ;-)

Sonntag, 26. Juli 2015

Laberdibla - erst denken, dann schreiben - Elisabeth Kübler-Ross I

Ich habe ja eine Liste, auf der ich mögliche Themen notiere um mich dann Sonntags hinsetzten zu können und mir das gerade am nächsten liegende Thema auszuformulieren. Spannend zu beobachten wäre sicherlich, ob die Tageszeit, der Nahrungs- und Fütterungsstand ;-) eine Rolle spielt, aber soweit bin ich noch nicht.
Was ich wirklich interessant finde, ist das fast jedesmal ein längerer Blogbeitrag zustande kommt, obwohl ich am Anfang immer meine - du meine Güte!- bei dem Thema habe ich doch in drei Sätzen gesagt, was es dazu zu sagen gibt! Naja, ich rechne halt selten mit den Querverbindungen die mein Gehirn dazwischenschießt.

Zum Beispiel fühle ich mich seit Anfang des Blogs dazu hingezogen, einen Beitrag zu der Trauerarbeit und deren Phasen (shock, denial, anger, bargaining, depression, acceptance, also Schock, Verleumdung, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz) zu schreiben, die von Elisabeth Kübler-Ross aufgestellt wurde. Ich finde, dass diese Arbeit bei jeder Art von Schock oder Trauma auf einen zukommt, ob es jetzt nun um Tod geht oder was ganz anderes.
Und ich stelle fest: ich weiß zu wenig über das Thema, um aus dem Stehgreif was darüber zu schreiben.
Ich weiß nur, dass ich es für die Gesellschaft & die einzelnen Leute an sich wichtig finde, zu wissen, wie Trauerarbeit aussieht: damit man davon nicht überrollt wird und damit umgehen lernen kann, bevor einen der Schock erwischt

Hoffentlich dazu bald mehr in diesem Kino...

Sonntag, 19. Juli 2015

Gefühle im Netz verkaufen...sich gut.

Wie in einem vorabbigen* Beitrag geschrieben, habe ich in den letzten Monaten** mehrfach einem "Let´s play"*** zugeschaut. Und dabei festgestellt, dass die Dinge, die mich am meisten berühren/interessieren mit echten Gefühlen zu tun haben - also, wenn der Spieler berührt ist, oder gerade unglaublich vom Spiel genervt wird und es trotz immenser Gefühlsaufwallung schafft kein schlimmeres Schimpfwort als "Kackspiel" zu nutzen. (Wobei die kleine sarkastische Irmel dann denkt: okee - wieviel davon ist jetzt clever weggeschnitten worden?! Vermutlich nicht so  viel...)

Meine Arbeitshypothese ist das genau das den Erfolg bringt: echte Gefühle zeigen auf eine Art, die Leute miterleben können. Wobei es dann schon Gefühle sein sollten, die die Sonntagabend-Mehrheit auch wirklich sehen will. Wie oben erwähnt: Rührung und Aufregung (aber nicht so dick, dass es eine Schimpfkanonade wird) gerne mit Happy End gekrönt. Eine Musikkapelle aus Amerika (Dredg) schrieb dazu mal die Songzeile (in etwa): "Sing about love so they can feel it". Allerdings mit einer Verweigerung, das machen zu wollen, was ja an sich auch cool sein könnte, nichwahr?

Bei meinem bescheidenen Blogprojekt hier kommt das vielleicht vor, weil es um Themen gehen, die mir am Herzen liegen, oder die mir einfach nur auffallen, allerding ists bei mir einfach nur mein notorischer Mitteilungsbedarf, der an der Wiege stand, wie ja bereits erwähnt.**** Geschichten doppelt erzählen kann ich ja auch ganz gut, nichtwahr. Also, wenn dich das ganze hier berührt, dann ist das nicht direkt Absicht.
 Interessant, in Bezug auf Pin-Ups kommt mir der Gedanke, dass es ja wieder auf das Zielpublikum ankommt, was "berührt". Ich wette, es gibt bereits jede Menge wissenschaftliche Studien darüber... Und ich komme mir hier vor, als wenn ich das (Fahr)-Rad neu erfände. Na gut, aber was macht das schon, wenn man dadurch keine Platten mehr flicken muss?!*****

*: yepp, ich erfinde immer noch enthusiasmiert deutsche Wörter die eigentlich aus dem Niederländischen kommen...
**: mein Gott, eine genaue Zeitangabe - wo kam die denn her?!
***: Ein Spieler spielt ein Computerspiel und filmt dabei den Screen und gibt Kommentare.
****:...und wenn ich nicht ab und zu eine Erinnerung auf dem Gesichterbuch schreiben würde, wäre vermutlich nur der treue Googlebot mein Leser ;-) Obwohl, ich liege da sicherlich wieder falsch - oder wie eine Kwoon-Do Trainierin mal zu mir sagte:"...Du kannst nich immer Dein Licht unter den Scheffel stellen!" Tja, versuch macht kluch, oder?
*****:...geklauter Spruch aus - ich meine einer niederländischen Unizeitschrift. Vermutlich UVA, ich kann aber daneben liegen.

Sonntag, 12. Juli 2015

Blumen - bzw. Flowers

Man lernt ja nie aus - ab und zu lese ich einen Blog von einem "Aussie" über den Aufbau seiner Farm. Als wenn mich das Lesen eines Blogs zu einer guten Gärtnerin machen würde...die Illusionen sterben ja irgendwie doch nicht aus. Immerhin ist es ein unterhaltsamer Blog wenn man sich für Permakultur und so interessiert. Ein für mich witziger Nebeneffekt ist, dass ich anfange englische Pflanzennamen zu lernen und dabei bin ich über "Triffids" gestolpert. Im deutschen sind das die "Blumen des Schreckens", ich hab weder den Film gesehen, noch den Wikipediaeintrag richtig gelesen, trotzdem stelle ich mir das wie die Pflanzenvariante des "Vogelfilms" von Hitchcock vor. (Den ich übrigens auch nicht gesehen habe, Allgemeinbildung ist bei mir manchmal gar nicht so einfach...) Wie dem auch sei - die Triffids erinnerten mich an einen Musicalfilm: "Little Shop of Horrors" oder "Der kleine Horrorladen", den ich sehr gemocht habe. Und der wiederrum zeigt, dass Leute ein "Happy End" wollen - die Originalfassung (auch des Musicals) sieht vor, dass die Pflanzen am Ende New York platt machen. Dieses Ende wurde von einem Probepublikum nicht gemocht und daher wurde umgestellt.
Aber ehrlich - wie häufig will man seine Freitzeit damit verbringen, eine Geschichte zu hören/sehen, die kein gutes Ende hat? Könnte ja Zeitverschwendung sein, weil man ja ein gutes Gefühl haben möchte, oder?

Wobei: bei den 1001-Nacht Geschichten mit Sheherazad sind mir auch zum Teil die mit schrecklichem Ende am meisten im Gedächtnis geblieben...Interessant!

Sonntag, 5. Juli 2015

Das Ende des Internets - Vorsicht: leicht nerdig

In einem vorherigen Blogbeitrag behauptete ich ja, dass ich noch unbedingt einen Link in meinen Beitrag setzten sollte, damit das Internet nicht dort endet. Mittlerweile gibt´s ja ein paar "Doom & Gloom" (etwa: Schicksalsschläge & melancholische Stimmung) Nachrichten bezüglich des Internets**.
Während meines Studiums (also vor Unzeiten*) wurde mir schon der Link zum Ende des Internets zugesandt. Ich freue mich, dass das Internet bisher ausgehalten hat, dass ich einen Link von vor 15 Jahren oder so immer noch finden und verlinken kann, ohne dass es um eine verkaufte Webseite o.ä. geht. Ein alternatives Ende des Internets ist eher was für die Fans von html-Code.
Wobei beim letzteren leicht übersehen wird, dass das Internet wie auch Wikipedia von Menschen betrieben wird und nicht einfach mit / abgeschlossen werden kann.
Warum ich das hier schreibe? Weil ich mich vor genannten Unzeiten wirklich ziemlich abgerollt habe über den ersten Link - und jetzt auf der Suche nach dem Link den zweiten auch amüsant finde. Aber vermutlich ist das nur für mich Wiewunderlandianische so, wer weiß?

*: Unzeiten = schon so lange her, dass es kaum mehr wahr ist - also zwischen 10 & 20 Jahren ;-)
**: Von denen ich nicht alle unwahrscheinlich finde - z.B. die Idee, dass die Energie ausgehen könnte, um das Internet in der jetzigen Form weiter zu betreiben...

Sonntag, 28. Juni 2015

Hobbit-Pies und wilde Frau Kekse

So, nach dem kleinen untiefen Ausflug ins Popcornkino hier ein ernster und daher vermutlich sehr seichter Beitrag ;-)
In einem Werbedings (...Beilage der Zeitung,...Dings...ah-Prospekt!) von Kaufland ein Rezept für "Hobbit-Pies" gelesen. Normalerweise luge ich nicht direkt in so Prospekte, weil ich einfach nicht auf die Idee kommen will, was kaufen zu wollen - vastehse?!
In besagtem Prospekt also ein ( ich glaube leckeres) Rezept für im Grunde Pilzragout-Mürbeteig-Törtchen. Der Link zu den Hobbits war m.E. vor allem durch die allseits bekannte Hobbit-Vorliebe fürs Essen (und Pilze - das habe ich irgendwie verpasst, ich toller Fan ich...) und in der Fußzeile über die Werbung gegeben, den Zweiteiler zum günstigen Preis zu erstehen.

Was hat das jetzt mit einem ernsten Beitrag und wilden Frauen zu tun?

Ich hab "vor Unzeiten" mal ein Buch gelesen, von dem ich nicht sicher bin, ob es von Luisa Francia oder Angelika Aliti war*#,und es ging darum, dass man als Frau seine wilde Seite entdecken sollte**.  Eine Ermahnung war:...und wehe es bleibt beim Treffen und "Wilde-Frau-Kekse-backen"! Damals habe ich das so überhaupt nicht verstanden: im Prinzip wäre so ein Keks ja vielleicht auch eine Erinnerung an die Inhalte des Buches und die würde man quasi "verinnnerlichen" wenn man so einen Keks isst. (Als Talisman oder so - war das jetzt auf der Wheaton-Skala zu weit voraus?!) Mir ist gar nicht klar geworden, dass es der Autorin darum ging in den Leserinnen Veränderungen hervor zu rufen, die tiefer gehen, als "nur" die Keksformen zu ändern.
Und Jahre später wird mir das also beim Lesen eines Prospektes klar. "Erleuchtung" lauert echt an den faszinierendsten Orten! Und jaa- manchmal bin ich echt schwer von kape...

*: Blöderweise bin ich mir noch nicht mal sicher, ob ich das Buch zu Ende gelesen habe, oder es noch eine andere Autorin war - ähem!
**Im Grunde, um als "Erste-Welle-Feministin"*** nicht ausgenutzt oder untergebuttert zu werden...
***: Nein, das erkläre ich vielleicht mal wann anders, vielleicht auf Nachfrage...
#: Wer hätte gedacht, dass ich eine "Einkaufskette" mal im gleichen Text nenne wie Luisa Francia - erstaunlich!

Sonntag, 21. Juni 2015

Appleseed Alpha = cooler Film aus dem Manga-Genre (FSK 13)

Jetzt wollte ich eigentlich schreiben, dass man ja auf Flügen immer die neuesten Filme vorgesetzt bekommt und ich auf dem letzten Rückflug halt den Film Appleseed Alpha gesehen habe, und wie cool der Film ist, wenn man das Genre mag - und dann finde ich bei der (kurzen) Recherche nach dem richtigen Label (Anime? Manga? Noch was anderes?) raus, dass hier quasi ein Prequel zu einer Manga-Film/Comic Serie aus den ´80ern realisiert wurde!

Wat ich hier nich alles lärn, nur um wat von mir geben zu können! (Ob die ´80er Serien auch so cool sind, oder mir eher auf den Keks gehen würden?! Faszinierende Frage!)

Jedenfalls hat der Film eine ziemlich coole Stimmung und was mir sehr gefällt, das die weibliche Hauptrolle zwar sehr - hm,  freizügig ausgelegt, aber aufgrund von Technik diejenige ist, die sich mitten ins Kampfes-Gewühl stürzt. Während die männliche Hauptrolle komplett in Eisen gepackt eher den Scharfschützen aus dem Hintergrund macht.*
Auch die sozialen Interaktionen von Rivalität, Hoffnung etc. finde ich spannend, auch wenn ich zu nah am Wasser gebaut bin, um den im Manga anscheinend unvermeidlichen Tod einer Quasi-Hauptfigur "einfach so" wegstecken zu können. Trotzdem - coole Bilder, coole Story, sehr sehenswerter Film.

So, soweit die Werbetrommel für den Film.


*: Beim erneuten Lesen des Textes fällt mir auch: ggf. war es in der ´80er Serie genau andersherum und darin liegt der Charm des neuen Films?! Wenn ich mir so die Serien der Zeit ins Gedächtnis rufe, hatte die blonde Frau ja zumeist eher die "Kreischrolle"**.
 **: Kreischrolle: Mann macht einen auf Kampfhelden und schlägt sich mit dem Bösewicht. (Erfolgreich, natürlich, außer wenn es am Anfang der Geschichte ist, dann handelt es sich um den Plotaufhänger). Frau steht tatenlos z.B. neben einem durchaus verwendbaren Kerzenleuchter o.ä., ist aber beschränkt auf lautes Kreischen und Hände in die Luft strecken***.
***: Beim Football wäre das dann das Cheerleader, aber beim Kampf kann man ja schlecht das Röckchen und die PomPoms aus der Handtasche ziehen und sowas singen wie: Hoch das Bein, hau mal rein. Obwohl - vielleicht wäre eine Telefonzelle dann ganz praktisch?!

Artverwandt zu dem Thema ist die bisherige Zurückhaltung, überhaupt meine Film- Blog-, Buch- etc.Vorlieben ins Netzt zu stellen. In einem Buch von "Star Wars" (Jaja, das Science Fiction Ding mit Fantasy-Einschlag von dem vor allem männliche Kinder und Jugendliche gerade reden) vor dem Hype gibt es die Figur des "Grandmoff Tarkin" (jaha, liebe FreundInnen des Star Wars Universumes, in den Filmen auch...), der in einer Szene beschreibt, wie er zu einer - zumeist sehr akkuraten - Einschätzung seiner Gegner kommt. Er studiert die Kunstwerke des betreffenden Volkes und auch z.B. die Büchervorlieben des einzelnen Feindes und schließt daraus, was NICHT DENKBAR ist für die Person - und nutzt diesen "blinden Fleck" dann schamlos zum Angriff aus. (Zumindest habe ich das Buch damals so verstanden, hüstel)
Und durchschaut werden - da muss ich mich noch dran gewöhnen...

P.S: Eigentlich hatte ich ja vor diesmal einen leichten, fast popcornhaltigen, eher seichten Blogbeitrag zu schreiben, damit ich mir meine "Ab-und-zu-was-von-der-Irmel-hören"-LeserInnen nicht vergrätze - aber irgendwie komme ich doch auf die "schweren Dinger" zurück...So isset halt...Vielleicht sollte ich mir vornehmen, über unglaublich ernste und gewichtige Dinge zu schreiben, um endlich mal einen seichten Beitrag zu schaffen? ;-)

Sonntag, 14. Juni 2015

Video killed the radio star - oder Liedtitel, die was mit der Wahrheit zu tun haben

Manchmal bin ich ja eine Blitzmerkerin: letztens (nachdem ich irgendwie schon Wochen "Let´s play´s" auf einer Videoplattform mitgeguckt hatte, und vor kurzem* auch ein "let´s drink" mit Öko-Smoothies aus Amerika präsentiert bekam) ging mir auf, dass die Videos den Text als Einnahmequelle linksaußen überholt haben. Tsja - mir war schon klar, warum bei der Blogger-Plattform hier, der Button zum Zugang ganz weit hinten zu finden ist. Also - ich nutze gerade altes Eisen - vielleicht weil ich halt auch altes Eisen** bin? Und dann hab ich hier noch nicht mal Fotos - tststs!
Naja, sollte ich hier unglaubliche Berühmtheit oder Besucherzahlen erreichen, dann kann ich ja immer noch ein "Best of" auf die Bühne bringen...

Übrigens: der Blogbeitragstitel stammt von einem Lied aus den ?? Achtzigern? Bin gerade zu laisse fair, um den Link herauszuwüseln - es lohnt sich für Pop-MögerInnen aber.***


*: also vor knapp einer Woche...
**: Definition altes Eisen: alle über 25
***: Dazu noch eine Anekdote: Gestern ein Lied von Queen im Radio gehört - und entweder lag es an den Boxen oder daran, dass der Sound der Aufnahmen einem doch langsam alt vorkommen. Ich kann mich daran erinnern, dass der Sound mal neu und bissig klang - bei dem Lied war es eher schlapp. In etwa so, wie ich als Kind/Jugendliche Lieder der Beatles wahrgenommen habe. Etwas betagtere Semester **** werden jetzt sicher empört sein - dann möchte ich darauf verweisen, was ich vorher über das Queen-Lied geschrieben habe. Dieses Erlebnis hat mir die Welt verändert - allerdings klammere ich mich noch an die Hoffnung, dass es einfach die schlechten Boxen waren - gleich dem Trauer/Trauma Verarbeitungsprozess der von Elisabeth Kübler-Ross beschrieben wurde: Erst Nicht wahr haben wollen, dann verhandeln, dann wütend werden, dann zusammen brechen, dann aktzeptieren und weiterleben können. Gut, also - auf was kann ich jetzt wütend werden? Egal - hört euch einfach den Video Star an!
****: also alles über, sagen wir 40-45...

Sonntag, 7. Juni 2015

Meilenstein-Feier bzw. der Blick in die Planung

Mit diesem Blogbeitrag erreiche ich einen Meilenstein - und gleichzeitig gebe ich einen Einblick in meine Arbeitsweise, die vielleicht nicht von allen gustiert - also gemocht werden wird. Aber, erinnern wir uns daran: it´s my party and I cry if I want to - es ist mein Fest und ich weine, wenn ich das will - oder so.

Ich habe mir nämlich überlegt, wie ich es schaffe, diesen Blog regelmäßig mit Beiträgen zu füttern. Gespeicherte Beiträge, die automatisch vom Band laufen sind da mein Freund. Trotzdem bleibt es ja nicht aus, dass ich fleißig im Hintergrund weiterschreibe, sonst läuft´s ja leer, nichwahr?
Also habe ich seit dem ersten Beitrag mich jeden Sonntag (im April) hingesetzt und mir vorgenommen 10 Beiträge im April zu schreiben, was ja mit diesem Beitrag klappen wird. JUHUU!

Und als Motivation habe ich eine "schnöde" Strichliste verwendet. Ich hab also für jeden Beitrag, den ich geschrieben hab einen Strich gemacht und ich liebe es, wenn solche Strichlisten wachsen. Is was ganz persönliches, was auch schonmal in der Vergangenheit geklappt hat.

Diejenigen die meinen Newsletter erhalten und auch gelesen haben, wissen vielleicht noch, dass der heimliche Hauptgrund des Newsletters war, verpflichtend über meinen Feldenkraisfortschritt zu berichten, um so darin immer weiter zu kommen und schlussendlich ein "Feldenkrais-Imperium" aufzubauen.
Das, liebe LeserInnen hat ja so richtig gut geklappt, nicht wahr? Feste Termine auf diese Weise sind irgendwie nicht Ansporn genug. Erst hatte ich noch versucht, mir für das Feldenkrais einen "Sklaventreiber" zu organisieren der mich daran erinnert, vorgenommene Ziele/Fortschritte zu erledigen. Aber das zeitigte den gleichen Erfolg. Danach war ich erstmal entmutigt und hatte überlegt, Feldenkrais an die Seite zu legen, weil ich es ja doch nicht schaffe.Allerdings ist ja Feldenkrais auch Teil meiner jetzigen Arbeit, und eine wirklich coole Methode. Nach dem "Wundenlecken" geht es dann doch wieder weiter. Getreu dem Spruch: "Fallen ist keine Schande - Liegenbleiben schon."

Der Blog, dessen 10. Beitrag wir gerade feiern, ist natürlich auch aus der inwendigen Notwendigkeit entstanden, dass ich eine "Bühne" haben will. Auf das meine Gehirngespinste nicht nur in meinem Kopf herum spuken ;-)

Jetzt muss ich nur noch die Traute aufbringen, eine Feldenkrais-Strichliste zu organisieren und schon bin ich auf dem goldenen Weg? Vielleicht - bloß ich kann ja nicht die Gabe von Einheiten als Zählziel setzen, weil ich nicht vorhersehen kann, wieviele Einheiten genommen werden wollen. Hm. Noch-nicht-weiter-bin.

Trotzdem: ein großes Hipp-Hipp-HURRA! auf den 1. erreichten Meilenstein.



Auf zu neuen Ufern.

Sonntag, 31. Mai 2015

Wissenschaftliches Arbeiten in Wiewunderlandia?

Wie in einem vorherigen Blog schon angeklungen: es gibt eine Art Irmel-Skala nach der ich meine Arbeits-Erfahrungen einsortiere. Das Beispiel aus dem genannten Beitrag war: Müdigkeit des Feldenkraislehrers ist eine emphatische Reaktion auf die Müdigkeit des Klienten.

Bisher ist diese Erfahrung auf der "wissentschaftlichen Wiewunderlandia-Skala" auf dem niedrigsten Level: also es ist eine Wiewunderlandia-Theorie (aka "Verschwörungstheorie"), die auf meinem Mist gewachsen ist und genauso gut ein Gehirngespinst wie eine nützliche Interpretation sein kann. Wobei ich bei der Einschätzung eher zu Gehirngespinst neigen würde als zur nützlichen Interpretation.

Mein Beispiel mit der Müdigkeit hat zur Zeit eine Fallzahl von ca. 10. In der Wisschschaft ist das lächerlich niedrig. Bei qualitativen Untersuchungen müssen es mindestens 21 Fälle sein, bei quantitativen Untersuchungen lieber Zahlen weit jenseits der 1000, wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe.

Die nächste Stufe heißt: "Arbeitshypothese" - in der Wissenschaft (soweit ich das begriffen habe) eine vorläufige Annahme, über wie die Wirklichkeit läuft, die aber noch nicht ausreichend bewiesen ist.

Genanntes Beispiel befindet sich da auf ca. 50% Arbeitshypothese, weil ich z.Zt. in meinem Feld "nur" qualitative Untersuchungen starten könnte. Fallzahlen jenseits der 1000 braucht noch was ;-) Plus, es geht um ein Gefühl, also etwas, was soweit ich weiß nicht direkt objektivierbar ist. (Obwohl, wie ist das dann mit der Glücksforschung?! Ich bin echt nicht mehr auf dem letzten Stand der -wissenschaftlichen - Technik.)

Danach kommt die Stufe, der wissenschaftlich anerkannten Theorie, die ich in meinem Arbeiten zunächst nicht erreichen werde, da mir zumeist die Fallzahlen und die Reproduzierbarkeit durch anerkannte Andere (Wissenschaflter) fehlt. Aber es könnte sein, das meine Arbeitshypothese von Studien bestätigt werden, die ich dann hoffentlich auch in die Finger bekomme.

Vorliegendes Beispiel wird es m.E. richtig schwer haben, es zu einer Theorie zu bringen, weil es ja nicht so richtig objektivierbar ist. Ich frage mich, ob Umfragen bei anderen Feldenkraislehrern auf diesem Level was bringen würde - aber vermutlich nicht, weil ich ja suggestive Fragen stelle müsste? Fragen, die zu weiteren Fragen führen, weil ich einfach noch zu wenig weiß. Auf jeden Fall: Faszinierend!

Wobei - Obacht: wissenschaftliche Theorien sind auch "nur" Denkmodelle und können daher auch umformuliert werden, wenn neue Daten irgendwie nicht passen und mit einer Anpassung/Änderung der Theorie passen könnten.

Sonntag, 24. Mai 2015

Feldenkrais - oder dem Glücklichen schlägt keine Stunde

Letztens - in dem Fall vor ein paar Wochen - einen E-Mail Austausch über die Dauer von Feldenkraisunterricht im 1-1 Modus gehabt. In einem Workshop wurde anscheinend die Frage gestellt, was man dagegen tun kann, dass man sich nach einer Stunde sehr müde fühlt. Die Antwort der Trainerin war in etwa: Hm, eine Stunde ist ganz schön lang - versuch es mal mit 20 Minuten. Das fand die Fragestellerin sehr kurz und im Austausch mit anderen FeldenkraislehrerInnen fand man das auch zu kurz.
Bisher ist meine Meinung dazu wieder einmal: "es kommt drauf an". Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, das die günstigste Länge einer persönlichen Feldenkraiseinheit, bei ausgeruhtem Feldenkraisleherer, vom Klienten abhängt. Wenn viele Abläufe "eleganter" gestaltet werden könnten, dann scheint es eher so zu sein, dass es schon nach 15 Minuten "vorbei" sein kann. Es reicht dann einfach. Wenn ich dann weiter mache, wird es eher nix, bzw. Klienten klagen dann über Muskelkater oder ähnliches am nächsten Tag. Vielleicht ist das so, als wenn man vom Äquivalent einer Couchpotato das äquivalenteTrainingsprogramm eines Olympiasportlers verlangen würde.
Wobei ich häufiger Stundeneinheiten gebe, als Minuteneinheiten - vielleicht wird ja auch gerne (durchaus auch von mir) übersehen, dass Pausen im Feldenkrais unerlässlich sind, damit das Gehirn die Neuinformationen verarbeiten und dafür Pfade bahnen kann.

Obendrein kommt es mir auch so vor, als ob die "Müdigkeit" die dann bei mir entsteht auch eine Art emphatische Reaktion auf die Lage des Klienten ist - aber das ist eine Wiewunderlandia-Theorie und noch nicht einmal eine Arbeitshypothese.

Zu dem Thema fällt mir noch ein, dass ich bei dem Workshop in Japan lernen musste, das ich noch immer zu schnell bin, und nicht genau genug bei einem Thema bleibe. Und wenn das aber klappt, die Wirkung eher umwerfend ist. Persönliche Erfahrung: ich hatte ein fast unbewegliches Becken aufgrund von Rückenschmerzen, als ich da auf dem Boden lag und nach der bezeichnenden FI bei der die Langsamkeit entdeckt wurde, konnte ich wieder einen passablen Hüftschwung mein eigen nennen*. Tres cool, das Ganze.

Hinweis: bitte beachten: ich schreibe über persönliche Erfahrungen und Meinungen, dies sind keine medizinischen Hinweise - wer Probleme hat spricht bitte als erstes mit Onkel oder Tante Doc!

*: Nein, ich schreibe doch keine Bandwurmsätze, wie kann den eine/R auf die Idee kommen, ist ja einfach unverantwortlich SOWAS von mir zu denken, unglaublich, undsoweiter! ;-)

Sonntag, 17. Mai 2015

Schrei-b für´s Glück

Laut gerade nicht mehr zitierbarer Studien (weil ich vergessen hab, wo ich´s her hab, ich meine aus einer Zeitschrift wie GEO oder Psychologie heute, oder so was) wird die Emotion verstärkt, der man nachgibt. Also wenn ich sauer bin und das mal so richtig raus lasse, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich das wieder so mache und es auf Dauer ein "gefestigter Pfad" im Gehirn wird. So nach dem Motto:"So haben wir das hier schon immer gemacht, also geht´s auch so weiter."

Diverse mitgemachte Erfahrungen in meinem Umfeld bringen mich zu dem Schluss, dass es durchaus für mehr Ruhe sorgen kann, bzw. gut für die eigene Karriere ist, wenn man seine Meinung sagt. Im ersten Fall (der Ruhe) schleichen die Leute um einen herum, weil am Empfangsende einer Wutsendung zu sein, macht keinen Spaß, also vermeidet man das lieber. Im zweiten Fall wird man dafür bewundert, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und Dinge durchsetzten zu können. Allerdings sollte man beachten, dies als Werkzeug einzusetzen und nicht als unbewussten Dauermodus zu fahren, weil Freunde, bzw. Mitstreiter zu finden dann schwer sein könnte.

So, das als psychologischer Zwischendialog.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte war folgendes Buch: Der Weg des Künstlers von Julia Cameron. Dieses schöne Buch fand den Weg als Geschenk zu mir und ich bin ziemlich dankbar dafür.
Es handelt sich um eine Anleitung (12-Wochen-Programm) wie man die eigene Kreativität (oder vielleicht auch die eigene inner Stimme) wiedererwecken kann. Für den Fall, dass z.B. Kunstlehrer ab der Grundschule wegen dem herrschenden Notensystem nur an den eigenen Werken rumgenörgelt haben und man kontinuierlich eine 4 oder so für seine Werke bekam, oder andere Gründe die Kreativität verschüttet haben.

Jetzt habe ich das Buch zwar gelesen, allerdings nur ein paar Techniken angewendet. Nur finde ich diese Techniken alleine schon so wirkungsvoll, das ich das Buch eigentlich allen ans Herz legen würde, die gerade Stress haben oder sich sonstwie "ausgetrocknet"/"verloren" oder so vorkommen. Für mich ist die "rettende Technik" das Schreiben von Morgenseiten. Julia Cameron beschreibt, dass man Morgends nach dem Aufstehen (spätestens nach dem Frühstück) 3 Seiten am Stück schreiben soll.
Egal was man aufschreibt. Und sei es: Ich hab nix zu schreiben. Das Leben ist doof. Keiner mag mich.
Und dann soll man die Seiten ungelesen zur Seite legen (aber aufbewahren).
Die Autorin warnt davor, dass erstmal ganz schön viel Driss - also Unschönes- zu Tage kommen kann, man aber trotzdem weiter machen soll.
Da ich persönlich mich schon seit der Schulzeit mit dem Thema Niederlage-und-wieder-Aufstehen beschäftige, sorgen die Seiten bei mir eher für gute Laune. Ich hab das über 4 Monate gemacht, und jedesmal habe ich entweder auch gute Ideen, Handlungsweisen oder einfach eine bessere Laune nach dem Schreiben mitgenommen. Im Buch geht es eigentlich nach der 10 Woche oder so thematisch anders mit den Morgenseiten weiter, zur Zeit drücke ich mich da noch drumherum...ähem - wie war das mit dem nur Mensch sein?.
Trotzdem kann ich das Buch und die Techniken nur empfehlen - was kann besser sein, als eine Technik, bei der zuverlässig eine Erleichterung bzw. gute Laune nach dem Schreiben auftritt, bzw. mit der man Probleme knacken kann?! Gut zugegeben, man sollte freundlich mit sich sein, wenn erstmal drei Seiten lang nur "man bin ich schlecht drauf" rauskommt - es geht ja nach dem Tal wieder bergauf, nichtwahr?

Sonntag, 10. Mai 2015

Work - Arbeiten als Hobby?!

Wie ja die meisten wissen, bin ich wieder in meine ursprüngliche Branche zurück gewechselt und bin damit ziemlich zufrieden: Leute "quälen" und die sind einem sogar noch dankbar dafür (zumeist) und Geld bekommt man dafür auch. Recht cool.
Gelegentlich soll es ja vorkommen, das Menschen nicht so recht wissen, was sie machen sollen. Paul Graham hat dazu einen ganz interessanten Essay geschrieben - auf Englisch natürlich: What doesn´t seem like work? Die Schlussfolgerung ist so ein bissel: mach das, was dich nicht stört. andere aber große Mühe mit haben. Sein Beispiel ist die Fehlerentfernung bei Computerprogrammen, was ihn nicht stört, daher war er sehr gut geeignet Programmierer zu werden.
Aus meiner eigenen Erfahrung mit Quellcodes kann ich das verstehen - es ist schön, wenn man dafür sorgen konnte, dass eine Sache wieder fehlerfrei läuft. Auch wenn man dafür in einem langen Quelltext aus scheinbar unverstehbaren Wort-und Zeichenfolgen nur ein "/" einfügen musste.
In meiner jetzigen Branche ist die Geduld, die man für o.g. Aufgaben braucht/entwickelt Gold wert. Ein Arm macht nicht, was er soll? Na und? Nochmals üben und nochmals und nochmals und nochmals (ggf. Ansatz anpassen) und nochmals üben, und nochmals üben und...-ah! 1 mm Erfolg: Juhu - und zufrieden nach Hause gehen, weil sich die Möglichkeit einer Weiterentwicklung geöffnet hat.

Hm, seufz. Wenn ich oben beschriebene Geschichte in Persona erzählen würde, hätte ich mindestens aufgrund von Mimik oder Gestik einen Lacher erwischt. So klingt es eher wie ein langweiliger Text - ich arbeite dran...

Sonntag, 3. Mai 2015

Verlinkungen - Irmel denkt laut nach über die Moral...

Mir stellt sich die moralische Frage, ob ich wenn ich z.B. ein Buch, das mir gerade am Herzen liegt anderen BlogleserInnen ans Herz legen will, dafür Geld in der Form von z.B. einer Verlinkung auf eine Bücherverkaufsplattform bekommen darf. Oder ob dadurch der Wert der Empfehlung sinkt - so nach dem Motto: ach, jetzt stellt sie wieder ein Buch vor - is wohl gerade knapp bei Kasse...!

Persönlich finde ich, dass es "kosher" ist, solange ich es klar mache, dass ich ggf. etwas bekomme UND selbst darauf achte, nicht irgendwelche "unmoralischen Angebote" anzunehmen  - so nach dem Motto:
"Hey du..."
"Wer, ich?"
"Ja, genau du..."
"Willst du ein A kaufen?!"
und ich dann plötzlich - sagen wir mal tatsächlich ein A kaufe würde und versuchen würde, das hier an den Mann/die Frau zu bringen...

Klingt ein bissel, wie die Selbstverpflichtungen der Industrie, bei bestimmten Themen auf sich selbst aufzupassen - und man nie so ganz sicher ist, wie vertrauenswürdig man jetzt die Industrie findet. Andererseits finde ich, darf ich für meine "Mühen" hier durchaus kompensiert werden...und eine wache, informierte LeserIn meiner Seiten durchaus wahrnehmen würde, ab wann ich meine Seele verkauft haben könnte. Und ihr seit doch alle wache, informierte LeserInnen, ODER?! ;-)

Hm, zunächst hatte ich vor, dazu eine Umfrage zu starten - und "treue LeserInnen des Blogs" die Entscheidung in die Hand zu geben. Aber jetzt, wo ich hier laut vor mich hin sinniert habe (im Englischen übrigens "to ruminate", tolles, lautmalerisches Wort!) komme ich zu dem Entschluss, das ihr mir gerne was spenden könnt, aber Verlinkungen einfach statt finden, weil ich etwas habe, wozu ich die Klappe nicht halten kann. ...
How, ich habe gesprochen.
(Jaa, ich weiß, ich bin alt und nicht alle werden das letzte Kommentar verstehen, aber wat sollet - it´s my party and I cry if I want to - oder auf Niederrheinisch: Dat hier is meine Show, da mach ich wat ich will*.)

*: Wobei ich dabei natürlich bestimmten Gesetzen und Regulierungen folge - wie sagte, in Terry Pratchett´s Büchern, Lord Vetinari, der Herrscher über DIE Stadt der Scheibenwelt in etwa: "Auch ein absoluter Tyrann kann nicht machen was er will, wenn er morgen weiterhin der absolute Tyrann sein will"** & ***.

**: Wer hätte vermutet, dass ich mal Terry Pratchett, Lord Vetinari und Verlinkungen mal in einem"Atemzug" nennen würde...ich nicht!

***: Da ist er: der erste Hinweis auf die Weltherrschaft...;-)

P.S.: Huch! Jetzt habe ich gar keine Verlinkung in diesen Post gesetzt, wie schrecklich - das Internet kann hier doch nicht enden?!
Also noch ein kleiner Nachtrag: Es gibt einen Blog, den ich hin- und wieder gerne lese, wo ein Herr über Start-ups in Amerika sinniert. Warum ich das jetzt hier einfüge? Nun, der beste Herr (Paul Graham) hat die Gewohnheit, über Themen über die er sich klar werden will, Aufsätzte zu schreiben, und beim Schreiben dann neue Einsichten zu gewinnen. Aus persönlicher Erfahrung, wie auch bei diesem Blogpost geschehen, kann ich das nur bestätigen. So, puh, das Internet, Ort der ewigen Verlinkung, lebt weiter - geschafft! :)

Sonntag, 26. April 2015

Unmotivation - die Demotivators

Wie soll ich sagen - eigentlich bin ich ja die total pessimistischste Bedenkenträgerin die Europa je gesehen hat und so habt ihr mich auch kennen gelernt, nichtwahr?.
(Vermutlich bis zu dem Punkt, an dem ich rufe: "Jaaah! Los geht´s! Weihnachtspräsi! Arbeiten bei komischen Firmen, die das Konzept nur drei Monate ausprobieren wollen! Mädels in Kimono fragen, ob ich mit aufs Foto darf, etc. ;-)

Dementsprechend hier ein Link zu einer absolut demotivierenden Seite, über die ich trotzdem grinsen und manchmal lachen musste. HINWEIS: manche Dinge sind auch eher zum Schlucken, oder extrem traurig, also vor dem klicken überlegen. Hier ein paar der Beispiele (es fehlen natürlich die Fotos dazu, die das ganze noch pikanter/schrecklicher machen):

Meetings
None of us is as dumb as all of us - (Meetings - Niemand von uns ist so blöde, wie wir alle zusammen)

Friendship
A friend ist just a stranger you haven´t alienated yet (Freundschaft - Ein Freund ist einfach nur ein Fremder, den du noch nicht vor den Kopf gestoßen hast)

Get to work
You aren´t being paid to believe in the power of your dreams (An die Arbeit - Du wirst nicht dafür bezahlt an die Kraft deiner Träume zu glauben)

Wobei ich den letzten Doppeldeutig finde...

So, und um mal wieder in die Motivationsschiene zurück zu kehren; mein Kernspurch ist ja folgender:

Das Leben ist zu kurz, um ein langes Gesicht zu machen.

Na? Motiviert? ;-)

Sonntag, 19. April 2015

Wie verrückt ist das denn bitte? Oder - die Wheaton Eco Scale

Also, ich vermute, dass ich in der Zukunft durchaus Blogposts schreiben, oder auf Webseiten verlinken werde, von man denken könnte: "Wie verrückt ist das den bitte? Ich rufe mal lieber die Männer mit der weißen Jacke...!"

Für diesen Fall also hier die "Wheaton Eco Scale". Im Originalpost wird die Skala, von Herrn Wheaton selbst, bezogen auf umweltfreundliches Verhalten von 1-10, wobei 1 sowas ist wie: hm, ich könnte mal Neonlampen kaufen um Strom zu sparen bis zum Ultimativen UmweltSuperMann in Wheatons Fall Sepp Holzer (wobei ich persönlich (noch) nicht verstehe, warum Masanobu Fukuoka etc. dann eine 9 sein soll. Aber jedem seine Vorlieben...)

Was das jetzt mit Verrücktsein zu tun hat? Ich zitiere mal oben verlinkten Post (mit einer Rechtschreibeverbesserung:

"Observation 1:  most people find folks one or two levels up look pretty cool.  People three levels up look a bit nutty.  People four of five levels up look downright crazy.  People six levels up should probably be institutionalized.   I find the latter reactions to be inappropriate.

Observations 2:  most people find folks one level back are ignorant.  Two levels back are assholes.  Any further back and they should be shot on sight for the betterment of society as a whole.  I find that all of these reactions are innapropriate."


Für alle, die soviel Englisch können wie ich Japanisch eine kleine Zusammenfassung, der zwei Beobachtungen von Wheaton:

1. Egal auf welchem Niveau man ist, man findet Leute, die bis zu zwei Level über einem sind ganz schön cool. Drei Level weiter sind eher komische Typen und ab 5 Level drüber sind die Leute absolut verrückt.
2. Egal auf welchem Level man ist, man findet Leute die einen Level "unter" einem sind ignorant, 2 Level sind -hüstel- Idioten und noch weiter hinter einem sind nicht die Mühe wert. Wheaton führt weiter aus, dass er die beobachten Sichtweisen ab Niveau drei Niveaus über bzw. zwei Niveaus unter einem nicht so dolle findet.

Was hat das ganze jetzt mit dir, mir und diesem Blog zu tun?

Well, wenn ich hier was poste, dass Verrückt erscheint, befinde ich mich vielleicht auf einer Wheaton Skala zu einem anderen Thema weiter "vorne" - Feldenkrais oder Spiri-Sachen fallen mir dazu ein.Das sollte aber keinE/n davon abhalten, mir Bescheid zu geben, wenn das doch zu sehr nach Verrückheit aussehen sollte. (Also wenn ich anfange, ohne Augenzwinkern über die Weltherrschaft zu sinnieren, was ganz bestimmt in ca. 5 Posts oder so passieren wird ;-)

Sonntag, 12. April 2015

Wiewunderlandia-Theorien 1 - Besucher Analyse

Ok. Gerade hatte ich also meinen ersten Blogbeitrag geschrieben - und meine Besucherzahlen künstlich hochgefaket, weil ich mehrfach mein Layout nachsehen wollte - da gab es einen Macintosh Apple Besuch aus Nordamerika. Hm?!
Die alte SEO-Irmel fragt sich natürlich: was ist da los? Wird die Seite auf Apple-tauglichkeit getestet? Nutzen die bei Google Apple und jemand interessiert sich für jede einzelne neue Anmeldung? Erscheint mir ja unwahrscheinlich, so gerne mein aufgeblasenes Ego das gerne wahr hätte. Müsste eher was automatisiertes sein.

Letztens gelesen, dass Apple "damals" (wieder so ein Irmel-Zeitwort. "Damals" ist quasi alles vor "Letztens" ist also meistens mehr als 15 Jahre her, kann aber auch letztes Jahr sein, falls sich "damals" auf einen Anfang bezieht) eher für die Elite entworfen wurde. Ob wohl die sog. Elite bei Google Apple Produkte nutzt, um auch zu wissen, was die machen? Oder ist das eine einfache Marktanalyse, weil soundsoviel Prozent einfach Apple-NutzerInnen sind? Ich tippe ja mal auf einen automatisierten Abgleich über einen Applecomputer bei Google, damit die größtmögliche NutzerInnenmenge über den Blog (also auch mit Werbung) erreicht werden kann.

...die alte SEO-Irmel fragt sich auch, ob sie jetzt so häufig Google/Apple nebeneinander gestellt hat, das sie als "relevant zu dem Thema" auftaucht, oder ob das nicht eher sowas von "oldshool" ist? Unrelevante Links in den Kommentaren werden übrigens gnadenlos rausgelöscht, falls noch jemand so "oldshool" unterwegs ist wie ich.

Freitag, 10. April 2015

Mysterious Girl oder Mama Appelsap?

Im Niederländischen Radio gibt (bzw. gab) es eine Sendung, in die Hörer anrufen und ihre "Verhörer" präsentieren konnten (z.B.Verhörer "Agathe Bauer" anstelle von " I got the power").
Falls der Radiomoderator diesen Verhörer auch hören konnte, gewann die/der AnruferIn eine DVD oder ähnliches. Sehr coole Sache. Dieser Teil der Sendung hieß: Mama Appelsap, nach einem Verhörer aus dem Michael Jackson Lied "Wanne be starting something" (aus: Mama-se mama-sa ma-ma-coo-sa wird Mama say mama sa mama appelsap).

Der erste "Mama Appelsap" bzw. "Agathe Bauer", der mir in den ´80 unterlaufen ist: bei Madonna´s Lied "Material Girl" habe ich immer "Mysterious girl" gehört. Daher fand ich das Lied ganz bezaubernd, auch wenn ich vom Rest des Textes damals nicht so viel mitbekomme habe.

Tja und dieses Mysterious Girl hier want´s to start something new, anstelle des Newsletters also ein Blog. Hoffe er gefällt euch.

Haushaltliche Mitteilung am Rande: ich hoffe, einmal pro Woche einen Beitrag live setzten zu können, ich hoffe, dass das ein Sonntag wird und ich vermute, das ein großer Teil der Beiträge aus dem Speicher rollen wird. Die Themen werden wie beim Newsletter die ganze Bandbreite abdecken, die mich so interessiert, ihr wisst ja Bescheid. (Feldenkrais, Kunst, Wiewunderlandia-Theorien, Beobachtungen, Bücher, der-alltägliche-Wahnsinn...)

Achja noch ein Mama Appelsap: letztens, also in Irmelzeit ist das zwischen jetzt und ca. 15 Jahre her, habe ich auf einem Metal-Festival anstelle von "Walhalla-Deliverance" "Walhalla- wir lieben uns" verstanden und laut mitgegrölt.
Tja, immer noch irgendwie pazifistisch, die kleine Irmel, nichwahr?