Freitag, 31. März 2017

Wiewunderlandias Methapern im Wandel

Bei meinen Patienen versuche ich ja immer einfache Geschichten, die die Leute kennen zu nutzen, um Sachen zu erklären. Dann können die Leute vielleicht verstehen, warum sie sich daran erinnern können, dass sie z.B. mal ein Zahlengenie waren, aber nach dem linkslastigen Schlaganfall (=rechte Seite Ausfälle) nur noch den 10er Zahlenraum überblicken können.

Bisher habe ich dann meistens sowas gesagt wie:
"Das ist ein bissel wie eine ausgebombte Stadt: das Archiv mit allen Geschichten ist noch da (Mathe Leistungskurs toll abgeschlossen, schnellster Rechner im Betrieb, etc.) aber das Ausführungsorgan, was die ganze Arbeit machen muss, hat gerade alle Aktenordner durcheinander oder verloren. Da arbeiten zwar noch Leute, aber die kommen vor lauter Aufräumen zu nix anderem mehr".

Als dann heute eine Interview mit Fritz Pleitgen (im WDR3 oder 5 ?) gesendet wurde, ist mir erstmal klar geworden, dass die Metapher eher eine Zumutung sein könnte, ob der vielen schlimmen Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg die meine Patienten noch präsent haben könnten.

Heute abend habe ich mir dann mal Gedanken gemacht, was ich denn stattdessen erzählen könnte. Eine "lokale Katastrophe" ist das ja dann doch. Ich habe mir vorgenommen, es mal mit Erdbeben zu versuchen, und zu sehen mit welchen Geschichten meine Patienten dann kommen.

Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass eine Katastrophe wie Krieg oder Erdbeben nicht dazu geeignet sind, für tolle Stimmung in der Therapie zu sorgen.
Well, die Leute die einen Schlaganfall hinter sich haben *haben* ja auch eine Katastrophe durchgemacht. Zugegebenerweise nur im Kleinen, aber viele Patienten (in dem Fall augenscheinlich eher die Männer) scheinen sich zu schämen, dass sie in Gegenwart der, aus ihrer Sicht blutjungen, Therapeutin die einfachsten Dinge nicht hinkriegen. Und es  sind meistens gestandene Männer, deren Lebensgeschichte einen wirklich Respekt einflößt.

Und wenn ich dann eine verständliche Geschichte erzählen kann, die hilft zu verstehen, warum ich mit komischen Aufgaben vorbei komme, die mitten im Epizentrum des "Erbebens" liegen und ich es mit meinen "beschämenden" Aufgen darauf anlege, den "Leuten vor Ort" beim "Wiederaufbau" zu helfen, soweit möglich - warum nicht etwas anwenden, was dafür mit sorgen kann, dass die Leute den Mut behalten?!

Montag, 27. März 2017

Link merken Lisa Burell

...hier gibt´s nix zu sehen, außer dass ich mir einen Link merken will:
Lisa Burell Teil 1 von 4

Montag, 20. März 2017

Der lahmste Witz der Welt

Frühlingsanfang ist, wenn man vom Winterschlaf nahtlos in die Frühjahrsmüdigkeit übergeht.

Schönen Frühlingsanfang, genießt die aufblühende Natur.

Sonntag, 12. März 2017

Geschenke!!! - oder doch nicht?!

Letztens ist mir erst aufgegangen, warum ich immer auf die (zumeist Kleider)Pakete & Päckchen meiner Nachbarin so neidisch war.*
Ich meine, da kriegt jemand Geschenke und ich will aber auch welche haben (kleines schmollendes Kind in mir - Augenroll!!).
Denn: der Akt des Bezahlens auf den Internetplattformen von denen ich die Bücher beziehe ist so "schmerzfrei" und so zeitlich getrennt vom Akt des Empfangens, dass die Sendungen für mich wie Geschenke erscheinen. Vor allen Dingen, weil ich meistens beim Bestellen von Büchern diese schon lange auf einer Wunschliste hatte, damit ich quasi den "Spreu vom Weizen" trenne und mich deswegen auch "wie Hulle" auf die Bücher freue.
Seufz - also einen Weg finden, wie ich die Internetbezahleritis "schmerzvoller" gestalte um beim Ankommen der Bücher zu wissen: da stecken jetzt 2-5 Stunden meiner Lebenszeit an bezahlter Arbeit drin, ist es das Wert gewesen?

...

Na, das ist ja schon der Weg: vor Bestellung diese Frage stellen - und natürlich die örtliche Büchereien checken, ob die nicht zufälligerweise das Buch "auf Lager" haben.

Wieso ich darauf komme?

Weil gerade drei solcher Pakete wieder auf dem Weg sind... ;-)

*:...war, weil besagte Nachbarin mittlerweile ausgezogen ist, aber das ist eine andere Geschichte.