Wie in einem vorherigen Blog schon angeklungen: es gibt eine Art Irmel-Skala nach der ich meine Arbeits-Erfahrungen einsortiere. Das Beispiel aus dem genannten Beitrag war: Müdigkeit des Feldenkraislehrers ist eine emphatische Reaktion auf die Müdigkeit des Klienten.
Bisher ist diese Erfahrung auf der "wissentschaftlichen Wiewunderlandia-Skala" auf dem niedrigsten Level: also es ist eine Wiewunderlandia-Theorie (aka "Verschwörungstheorie"), die auf meinem Mist gewachsen ist und genauso gut ein Gehirngespinst wie eine nützliche Interpretation sein kann. Wobei ich bei der Einschätzung eher zu Gehirngespinst neigen würde als zur nützlichen Interpretation.
Mein Beispiel mit der Müdigkeit hat zur Zeit eine Fallzahl von ca. 10. In der Wisschschaft ist das lächerlich niedrig. Bei qualitativen Untersuchungen müssen es mindestens 21 Fälle sein, bei quantitativen Untersuchungen lieber Zahlen weit jenseits der 1000, wenn ich die Zahlen richtig im Kopf habe.
Die nächste Stufe heißt: "Arbeitshypothese" - in der Wissenschaft (soweit ich das begriffen habe) eine vorläufige Annahme, über wie die Wirklichkeit läuft, die aber noch nicht ausreichend bewiesen ist.
Genanntes Beispiel befindet sich da auf ca. 50% Arbeitshypothese, weil ich z.Zt. in meinem Feld "nur" qualitative Untersuchungen starten könnte. Fallzahlen jenseits der 1000 braucht noch was ;-) Plus, es geht um ein Gefühl, also etwas, was soweit ich weiß nicht direkt objektivierbar ist. (Obwohl, wie ist das dann mit der Glücksforschung?! Ich bin echt nicht mehr auf dem letzten Stand der -wissenschaftlichen - Technik.)
Danach kommt die Stufe, der wissenschaftlich anerkannten Theorie, die ich in meinem Arbeiten zunächst nicht erreichen werde, da mir zumeist die Fallzahlen und die Reproduzierbarkeit durch anerkannte Andere (Wissenschaflter) fehlt. Aber es könnte sein, das meine Arbeitshypothese von Studien bestätigt werden, die ich dann hoffentlich auch in die Finger bekomme.
Vorliegendes Beispiel wird es m.E. richtig schwer haben, es zu einer Theorie zu bringen, weil es ja nicht so richtig objektivierbar ist. Ich frage mich, ob Umfragen bei anderen Feldenkraislehrern auf diesem Level was bringen würde - aber vermutlich nicht, weil ich ja suggestive Fragen stelle müsste? Fragen, die zu weiteren Fragen führen, weil ich einfach noch zu wenig weiß. Auf jeden Fall: Faszinierend!
Wobei - Obacht: wissenschaftliche Theorien sind auch "nur" Denkmodelle und können daher auch umformuliert werden, wenn neue Daten irgendwie nicht passen und mit einer Anpassung/Änderung der Theorie passen könnten.
Sonntag, 31. Mai 2015
Sonntag, 24. Mai 2015
Feldenkrais - oder dem Glücklichen schlägt keine Stunde
Letztens - in dem Fall vor ein paar Wochen - einen E-Mail Austausch über die Dauer von Feldenkraisunterricht im 1-1 Modus gehabt. In einem Workshop wurde anscheinend die Frage gestellt, was man dagegen tun kann, dass man sich nach einer Stunde sehr müde fühlt. Die Antwort der Trainerin war in etwa: Hm, eine Stunde ist ganz schön lang - versuch es mal mit 20 Minuten. Das fand die Fragestellerin sehr kurz und im Austausch mit anderen FeldenkraislehrerInnen fand man das auch zu kurz.
Bisher ist meine Meinung dazu wieder einmal: "es kommt drauf an". Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, das die günstigste Länge einer persönlichen Feldenkraiseinheit, bei ausgeruhtem Feldenkraisleherer, vom Klienten abhängt. Wenn viele Abläufe "eleganter" gestaltet werden könnten, dann scheint es eher so zu sein, dass es schon nach 15 Minuten "vorbei" sein kann. Es reicht dann einfach. Wenn ich dann weiter mache, wird es eher nix, bzw. Klienten klagen dann über Muskelkater oder ähnliches am nächsten Tag. Vielleicht ist das so, als wenn man vom Äquivalent einer Couchpotato das äquivalenteTrainingsprogramm eines Olympiasportlers verlangen würde.
Wobei ich häufiger Stundeneinheiten gebe, als Minuteneinheiten - vielleicht wird ja auch gerne (durchaus auch von mir) übersehen, dass Pausen im Feldenkrais unerlässlich sind, damit das Gehirn die Neuinformationen verarbeiten und dafür Pfade bahnen kann.
Obendrein kommt es mir auch so vor, als ob die "Müdigkeit" die dann bei mir entsteht auch eine Art emphatische Reaktion auf die Lage des Klienten ist - aber das ist eine Wiewunderlandia-Theorie und noch nicht einmal eine Arbeitshypothese.
Zu dem Thema fällt mir noch ein, dass ich bei dem Workshop in Japan lernen musste, das ich noch immer zu schnell bin, und nicht genau genug bei einem Thema bleibe. Und wenn das aber klappt, die Wirkung eher umwerfend ist. Persönliche Erfahrung: ich hatte ein fast unbewegliches Becken aufgrund von Rückenschmerzen, als ich da auf dem Boden lag und nach der bezeichnenden FI bei der die Langsamkeit entdeckt wurde, konnte ich wieder einen passablen Hüftschwung mein eigen nennen*. Tres cool, das Ganze.
Hinweis: bitte beachten: ich schreibe über persönliche Erfahrungen und Meinungen, dies sind keine medizinischen Hinweise - wer Probleme hat spricht bitte als erstes mit Onkel oder Tante Doc!
*: Nein, ich schreibe doch keine Bandwurmsätze, wie kann den eine/R auf die Idee kommen, ist ja einfach unverantwortlich SOWAS von mir zu denken, unglaublich, undsoweiter! ;-)
Bisher ist meine Meinung dazu wieder einmal: "es kommt drauf an". Ich habe bis jetzt die Erfahrung gemacht, das die günstigste Länge einer persönlichen Feldenkraiseinheit, bei ausgeruhtem Feldenkraisleherer, vom Klienten abhängt. Wenn viele Abläufe "eleganter" gestaltet werden könnten, dann scheint es eher so zu sein, dass es schon nach 15 Minuten "vorbei" sein kann. Es reicht dann einfach. Wenn ich dann weiter mache, wird es eher nix, bzw. Klienten klagen dann über Muskelkater oder ähnliches am nächsten Tag. Vielleicht ist das so, als wenn man vom Äquivalent einer Couchpotato das äquivalenteTrainingsprogramm eines Olympiasportlers verlangen würde.
Wobei ich häufiger Stundeneinheiten gebe, als Minuteneinheiten - vielleicht wird ja auch gerne (durchaus auch von mir) übersehen, dass Pausen im Feldenkrais unerlässlich sind, damit das Gehirn die Neuinformationen verarbeiten und dafür Pfade bahnen kann.
Obendrein kommt es mir auch so vor, als ob die "Müdigkeit" die dann bei mir entsteht auch eine Art emphatische Reaktion auf die Lage des Klienten ist - aber das ist eine Wiewunderlandia-Theorie und noch nicht einmal eine Arbeitshypothese.
Zu dem Thema fällt mir noch ein, dass ich bei dem Workshop in Japan lernen musste, das ich noch immer zu schnell bin, und nicht genau genug bei einem Thema bleibe. Und wenn das aber klappt, die Wirkung eher umwerfend ist. Persönliche Erfahrung: ich hatte ein fast unbewegliches Becken aufgrund von Rückenschmerzen, als ich da auf dem Boden lag und nach der bezeichnenden FI bei der die Langsamkeit entdeckt wurde, konnte ich wieder einen passablen Hüftschwung mein eigen nennen*. Tres cool, das Ganze.
Hinweis: bitte beachten: ich schreibe über persönliche Erfahrungen und Meinungen, dies sind keine medizinischen Hinweise - wer Probleme hat spricht bitte als erstes mit Onkel oder Tante Doc!
*: Nein, ich schreibe doch keine Bandwurmsätze, wie kann den eine/R auf die Idee kommen, ist ja einfach unverantwortlich SOWAS von mir zu denken, unglaublich, undsoweiter! ;-)
Sonntag, 17. Mai 2015
Schrei-b für´s Glück
Laut gerade nicht mehr zitierbarer Studien (weil ich vergessen hab, wo ich´s her hab, ich meine aus einer Zeitschrift wie GEO oder Psychologie heute, oder so was) wird die Emotion verstärkt, der man nachgibt. Also wenn ich sauer bin und das mal so richtig raus lasse, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich das wieder so mache und es auf Dauer ein "gefestigter Pfad" im Gehirn wird. So nach dem Motto:"So haben wir das hier schon immer gemacht, also geht´s auch so weiter."
Diverse mitgemachte Erfahrungen in meinem Umfeld bringen mich zu dem Schluss, dass es durchaus für mehr Ruhe sorgen kann, bzw. gut für die eigene Karriere ist, wenn man seine Meinung sagt. Im ersten Fall (der Ruhe) schleichen die Leute um einen herum, weil am Empfangsende einer Wutsendung zu sein, macht keinen Spaß, also vermeidet man das lieber. Im zweiten Fall wird man dafür bewundert, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und Dinge durchsetzten zu können. Allerdings sollte man beachten, dies als Werkzeug einzusetzen und nicht als unbewussten Dauermodus zu fahren, weil Freunde, bzw. Mitstreiter zu finden dann schwer sein könnte.
So, das als psychologischer Zwischendialog.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte war folgendes Buch: Der Weg des Künstlers von Julia Cameron. Dieses schöne Buch fand den Weg als Geschenk zu mir und ich bin ziemlich dankbar dafür.
Es handelt sich um eine Anleitung (12-Wochen-Programm) wie man die eigene Kreativität (oder vielleicht auch die eigene inner Stimme) wiedererwecken kann. Für den Fall, dass z.B. Kunstlehrer ab der Grundschule wegen dem herrschenden Notensystem nur an den eigenen Werken rumgenörgelt haben und man kontinuierlich eine 4 oder so für seine Werke bekam, oder andere Gründe die Kreativität verschüttet haben.
Jetzt habe ich das Buch zwar gelesen, allerdings nur ein paar Techniken angewendet. Nur finde ich diese Techniken alleine schon so wirkungsvoll, das ich das Buch eigentlich allen ans Herz legen würde, die gerade Stress haben oder sich sonstwie "ausgetrocknet"/"verloren" oder so vorkommen. Für mich ist die "rettende Technik" das Schreiben von Morgenseiten. Julia Cameron beschreibt, dass man Morgends nach dem Aufstehen (spätestens nach dem Frühstück) 3 Seiten am Stück schreiben soll.
Egal was man aufschreibt. Und sei es: Ich hab nix zu schreiben. Das Leben ist doof. Keiner mag mich.
Und dann soll man die Seiten ungelesen zur Seite legen (aber aufbewahren).
Die Autorin warnt davor, dass erstmal ganz schön viel Driss - also Unschönes- zu Tage kommen kann, man aber trotzdem weiter machen soll.
Da ich persönlich mich schon seit der Schulzeit mit dem Thema Niederlage-und-wieder-Aufstehen beschäftige, sorgen die Seiten bei mir eher für gute Laune. Ich hab das über 4 Monate gemacht, und jedesmal habe ich entweder auch gute Ideen, Handlungsweisen oder einfach eine bessere Laune nach dem Schreiben mitgenommen. Im Buch geht es eigentlich nach der 10 Woche oder so thematisch anders mit den Morgenseiten weiter, zur Zeit drücke ich mich da noch drumherum...ähem - wie war das mit dem nur Mensch sein?.
Trotzdem kann ich das Buch und die Techniken nur empfehlen - was kann besser sein, als eine Technik, bei der zuverlässig eine Erleichterung bzw. gute Laune nach dem Schreiben auftritt, bzw. mit der man Probleme knacken kann?! Gut zugegeben, man sollte freundlich mit sich sein, wenn erstmal drei Seiten lang nur "man bin ich schlecht drauf" rauskommt - es geht ja nach dem Tal wieder bergauf, nichtwahr?
Diverse mitgemachte Erfahrungen in meinem Umfeld bringen mich zu dem Schluss, dass es durchaus für mehr Ruhe sorgen kann, bzw. gut für die eigene Karriere ist, wenn man seine Meinung sagt. Im ersten Fall (der Ruhe) schleichen die Leute um einen herum, weil am Empfangsende einer Wutsendung zu sein, macht keinen Spaß, also vermeidet man das lieber. Im zweiten Fall wird man dafür bewundert, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und Dinge durchsetzten zu können. Allerdings sollte man beachten, dies als Werkzeug einzusetzen und nicht als unbewussten Dauermodus zu fahren, weil Freunde, bzw. Mitstreiter zu finden dann schwer sein könnte.
So, das als psychologischer Zwischendialog.
Worauf ich eigentlich hinaus wollte war folgendes Buch: Der Weg des Künstlers von Julia Cameron. Dieses schöne Buch fand den Weg als Geschenk zu mir und ich bin ziemlich dankbar dafür.
Es handelt sich um eine Anleitung (12-Wochen-Programm) wie man die eigene Kreativität (oder vielleicht auch die eigene inner Stimme) wiedererwecken kann. Für den Fall, dass z.B. Kunstlehrer ab der Grundschule wegen dem herrschenden Notensystem nur an den eigenen Werken rumgenörgelt haben und man kontinuierlich eine 4 oder so für seine Werke bekam, oder andere Gründe die Kreativität verschüttet haben.
Jetzt habe ich das Buch zwar gelesen, allerdings nur ein paar Techniken angewendet. Nur finde ich diese Techniken alleine schon so wirkungsvoll, das ich das Buch eigentlich allen ans Herz legen würde, die gerade Stress haben oder sich sonstwie "ausgetrocknet"/"verloren" oder so vorkommen. Für mich ist die "rettende Technik" das Schreiben von Morgenseiten. Julia Cameron beschreibt, dass man Morgends nach dem Aufstehen (spätestens nach dem Frühstück) 3 Seiten am Stück schreiben soll.
Egal was man aufschreibt. Und sei es: Ich hab nix zu schreiben. Das Leben ist doof. Keiner mag mich.
Und dann soll man die Seiten ungelesen zur Seite legen (aber aufbewahren).
Die Autorin warnt davor, dass erstmal ganz schön viel Driss - also Unschönes- zu Tage kommen kann, man aber trotzdem weiter machen soll.
Da ich persönlich mich schon seit der Schulzeit mit dem Thema Niederlage-und-wieder-Aufstehen beschäftige, sorgen die Seiten bei mir eher für gute Laune. Ich hab das über 4 Monate gemacht, und jedesmal habe ich entweder auch gute Ideen, Handlungsweisen oder einfach eine bessere Laune nach dem Schreiben mitgenommen. Im Buch geht es eigentlich nach der 10 Woche oder so thematisch anders mit den Morgenseiten weiter, zur Zeit drücke ich mich da noch drumherum...ähem - wie war das mit dem nur Mensch sein?.
Trotzdem kann ich das Buch und die Techniken nur empfehlen - was kann besser sein, als eine Technik, bei der zuverlässig eine Erleichterung bzw. gute Laune nach dem Schreiben auftritt, bzw. mit der man Probleme knacken kann?! Gut zugegeben, man sollte freundlich mit sich sein, wenn erstmal drei Seiten lang nur "man bin ich schlecht drauf" rauskommt - es geht ja nach dem Tal wieder bergauf, nichtwahr?
Sonntag, 10. Mai 2015
Work - Arbeiten als Hobby?!
Wie ja die meisten wissen, bin ich wieder in meine ursprüngliche Branche zurück gewechselt und bin damit ziemlich zufrieden: Leute "quälen" und die sind einem sogar noch dankbar dafür (zumeist) und Geld bekommt man dafür auch. Recht cool.
Gelegentlich soll es ja vorkommen, das Menschen nicht so recht wissen, was sie machen sollen. Paul Graham hat dazu einen ganz interessanten Essay geschrieben - auf Englisch natürlich: What doesn´t seem like work? Die Schlussfolgerung ist so ein bissel: mach das, was dich nicht stört. andere aber große Mühe mit haben. Sein Beispiel ist die Fehlerentfernung bei Computerprogrammen, was ihn nicht stört, daher war er sehr gut geeignet Programmierer zu werden.
Aus meiner eigenen Erfahrung mit Quellcodes kann ich das verstehen - es ist schön, wenn man dafür sorgen konnte, dass eine Sache wieder fehlerfrei läuft. Auch wenn man dafür in einem langen Quelltext aus scheinbar unverstehbaren Wort-und Zeichenfolgen nur ein "/" einfügen musste.
In meiner jetzigen Branche ist die Geduld, die man für o.g. Aufgaben braucht/entwickelt Gold wert. Ein Arm macht nicht, was er soll? Na und? Nochmals üben und nochmals und nochmals und nochmals (ggf. Ansatz anpassen) und nochmals üben, und nochmals üben und...-ah! 1 mm Erfolg: Juhu - und zufrieden nach Hause gehen, weil sich die Möglichkeit einer Weiterentwicklung geöffnet hat.
Hm, seufz. Wenn ich oben beschriebene Geschichte in Persona erzählen würde, hätte ich mindestens aufgrund von Mimik oder Gestik einen Lacher erwischt. So klingt es eher wie ein langweiliger Text - ich arbeite dran...
Gelegentlich soll es ja vorkommen, das Menschen nicht so recht wissen, was sie machen sollen. Paul Graham hat dazu einen ganz interessanten Essay geschrieben - auf Englisch natürlich: What doesn´t seem like work? Die Schlussfolgerung ist so ein bissel: mach das, was dich nicht stört. andere aber große Mühe mit haben. Sein Beispiel ist die Fehlerentfernung bei Computerprogrammen, was ihn nicht stört, daher war er sehr gut geeignet Programmierer zu werden.
Aus meiner eigenen Erfahrung mit Quellcodes kann ich das verstehen - es ist schön, wenn man dafür sorgen konnte, dass eine Sache wieder fehlerfrei läuft. Auch wenn man dafür in einem langen Quelltext aus scheinbar unverstehbaren Wort-und Zeichenfolgen nur ein "/" einfügen musste.
In meiner jetzigen Branche ist die Geduld, die man für o.g. Aufgaben braucht/entwickelt Gold wert. Ein Arm macht nicht, was er soll? Na und? Nochmals üben und nochmals und nochmals und nochmals (ggf. Ansatz anpassen) und nochmals üben, und nochmals üben und...-ah! 1 mm Erfolg: Juhu - und zufrieden nach Hause gehen, weil sich die Möglichkeit einer Weiterentwicklung geöffnet hat.
Hm, seufz. Wenn ich oben beschriebene Geschichte in Persona erzählen würde, hätte ich mindestens aufgrund von Mimik oder Gestik einen Lacher erwischt. So klingt es eher wie ein langweiliger Text - ich arbeite dran...
Sonntag, 3. Mai 2015
Verlinkungen - Irmel denkt laut nach über die Moral...
Mir stellt sich die moralische Frage, ob ich wenn ich z.B. ein Buch, das mir gerade am Herzen liegt anderen BlogleserInnen ans Herz legen will, dafür Geld in der Form von z.B. einer Verlinkung auf eine Bücherverkaufsplattform bekommen darf. Oder ob dadurch der Wert der Empfehlung sinkt - so nach dem Motto: ach, jetzt stellt sie wieder ein Buch vor - is wohl gerade knapp bei Kasse...!
Persönlich finde ich, dass es "kosher" ist, solange ich es klar mache, dass ich ggf. etwas bekomme UND selbst darauf achte, nicht irgendwelche "unmoralischen Angebote" anzunehmen - so nach dem Motto:
"Hey du..."
"Wer, ich?"
"Ja, genau du..."
"Willst du ein A kaufen?!"
und ich dann plötzlich - sagen wir mal tatsächlich ein A kaufe würde und versuchen würde, das hier an den Mann/die Frau zu bringen...
Klingt ein bissel, wie die Selbstverpflichtungen der Industrie, bei bestimmten Themen auf sich selbst aufzupassen - und man nie so ganz sicher ist, wie vertrauenswürdig man jetzt die Industrie findet. Andererseits finde ich, darf ich für meine "Mühen" hier durchaus kompensiert werden...und eine wache, informierte LeserIn meiner Seiten durchaus wahrnehmen würde, ab wann ich meine Seele verkauft haben könnte. Und ihr seit doch alle wache, informierte LeserInnen, ODER?! ;-)
Hm, zunächst hatte ich vor, dazu eine Umfrage zu starten - und "treue LeserInnen des Blogs" die Entscheidung in die Hand zu geben. Aber jetzt, wo ich hier laut vor mich hin sinniert habe (im Englischen übrigens "to ruminate", tolles, lautmalerisches Wort!) komme ich zu dem Entschluss, das ihr mir gerne was spenden könnt, aber Verlinkungen einfach statt finden, weil ich etwas habe, wozu ich die Klappe nicht halten kann. ...
How, ich habe gesprochen.
(Jaa, ich weiß, ich bin alt und nicht alle werden das letzte Kommentar verstehen, aber wat sollet - it´s my party and I cry if I want to - oder auf Niederrheinisch: Dat hier is meine Show, da mach ich wat ich will*.)
*: Wobei ich dabei natürlich bestimmten Gesetzen und Regulierungen folge - wie sagte, in Terry Pratchett´s Büchern, Lord Vetinari, der Herrscher über DIE Stadt der Scheibenwelt in etwa: "Auch ein absoluter Tyrann kann nicht machen was er will, wenn er morgen weiterhin der absolute Tyrann sein will"** & ***.
**: Wer hätte vermutet, dass ich mal Terry Pratchett, Lord Vetinari und Verlinkungen mal in einem"Atemzug" nennen würde...ich nicht!
***: Da ist er: der erste Hinweis auf die Weltherrschaft...;-)
P.S.: Huch! Jetzt habe ich gar keine Verlinkung in diesen Post gesetzt, wie schrecklich - das Internet kann hier doch nicht enden?!
Also noch ein kleiner Nachtrag: Es gibt einen Blog, den ich hin- und wieder gerne lese, wo ein Herr über Start-ups in Amerika sinniert. Warum ich das jetzt hier einfüge? Nun, der beste Herr (Paul Graham) hat die Gewohnheit, über Themen über die er sich klar werden will, Aufsätzte zu schreiben, und beim Schreiben dann neue Einsichten zu gewinnen. Aus persönlicher Erfahrung, wie auch bei diesem Blogpost geschehen, kann ich das nur bestätigen. So, puh, das Internet, Ort der ewigen Verlinkung, lebt weiter - geschafft! :)
Persönlich finde ich, dass es "kosher" ist, solange ich es klar mache, dass ich ggf. etwas bekomme UND selbst darauf achte, nicht irgendwelche "unmoralischen Angebote" anzunehmen - so nach dem Motto:
"Hey du..."
"Wer, ich?"
"Ja, genau du..."
"Willst du ein A kaufen?!"
und ich dann plötzlich - sagen wir mal tatsächlich ein A kaufe würde und versuchen würde, das hier an den Mann/die Frau zu bringen...
Klingt ein bissel, wie die Selbstverpflichtungen der Industrie, bei bestimmten Themen auf sich selbst aufzupassen - und man nie so ganz sicher ist, wie vertrauenswürdig man jetzt die Industrie findet. Andererseits finde ich, darf ich für meine "Mühen" hier durchaus kompensiert werden...und eine wache, informierte LeserIn meiner Seiten durchaus wahrnehmen würde, ab wann ich meine Seele verkauft haben könnte. Und ihr seit doch alle wache, informierte LeserInnen, ODER?! ;-)
Hm, zunächst hatte ich vor, dazu eine Umfrage zu starten - und "treue LeserInnen des Blogs" die Entscheidung in die Hand zu geben. Aber jetzt, wo ich hier laut vor mich hin sinniert habe (im Englischen übrigens "to ruminate", tolles, lautmalerisches Wort!) komme ich zu dem Entschluss, das ihr mir gerne was spenden könnt, aber Verlinkungen einfach statt finden, weil ich etwas habe, wozu ich die Klappe nicht halten kann. ...
How, ich habe gesprochen.
(Jaa, ich weiß, ich bin alt und nicht alle werden das letzte Kommentar verstehen, aber wat sollet - it´s my party and I cry if I want to - oder auf Niederrheinisch: Dat hier is meine Show, da mach ich wat ich will*.)
*: Wobei ich dabei natürlich bestimmten Gesetzen und Regulierungen folge - wie sagte, in Terry Pratchett´s Büchern, Lord Vetinari, der Herrscher über DIE Stadt der Scheibenwelt in etwa: "Auch ein absoluter Tyrann kann nicht machen was er will, wenn er morgen weiterhin der absolute Tyrann sein will"** & ***.
**: Wer hätte vermutet, dass ich mal Terry Pratchett, Lord Vetinari und Verlinkungen mal in einem"Atemzug" nennen würde...ich nicht!
***: Da ist er: der erste Hinweis auf die Weltherrschaft...;-)
P.S.: Huch! Jetzt habe ich gar keine Verlinkung in diesen Post gesetzt, wie schrecklich - das Internet kann hier doch nicht enden?!
Also noch ein kleiner Nachtrag: Es gibt einen Blog, den ich hin- und wieder gerne lese, wo ein Herr über Start-ups in Amerika sinniert. Warum ich das jetzt hier einfüge? Nun, der beste Herr (Paul Graham) hat die Gewohnheit, über Themen über die er sich klar werden will, Aufsätzte zu schreiben, und beim Schreiben dann neue Einsichten zu gewinnen. Aus persönlicher Erfahrung, wie auch bei diesem Blogpost geschehen, kann ich das nur bestätigen. So, puh, das Internet, Ort der ewigen Verlinkung, lebt weiter - geschafft! :)
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