"...that our climate crisis is a fractal problem. The mess we’ve made of
the planet as a whole is replicated (or originates with) the mess we
make in our own homes. It’s all one equation: buy, consume, waste,
repeat. And if you want to change the shape of the big mess, you have
to change the shape of the little messes, thereby disrupting the bad
equation and replacing it with a better one."
- tantelili -
Wenn ich mir so earlyretirementextreme.com ´s Grundidee ansehe, würde ich sagen: passt.
Montag, 10. Juli 2017
Freitag, 30. Juni 2017
Volcano Kettle - Kelly Kettle
Also, wer hätte gedacht, dass ich aus einer Schnulze (Love Letters, Katie FFjorde) mal was rausholen würde: Volcano Kettles. Dabei wollte ich das Buch erst doch gar nicht lesen, wo ich doch so ein Schnulzenfan bin ;-)
Dienstag, 23. Mai 2017
Schlaganfall Metaphern II
...heute mal die Metapher benutzt, dass ein Ast auf dem Elektrozaun liegt, den es wegzuräumen gilt. Da merkt man wieder meine Abstammung vom Lande ;-)
Muss mich mal mit meinen jüngeren Stadtkolleginnen unterhalten, was da ein Stadtäquivalent sein könnte!
Muss mich mal mit meinen jüngeren Stadtkolleginnen unterhalten, was da ein Stadtäquivalent sein könnte!
Pop up Business school
Gerade über Mr. Money Mustache entdeckt: ein Mensch aus England, der über die Vermengung von Online- und Offline Strategien spricht, wenn es um "Retail" geht. Spannende Sache, will ich mir merken: http://www.popupbusinessschool.co.uk/
Ein paar der Strategien hätte ich eher als "evil" oder "unangenehm" bezeichnet - social Media Aufruhr um "jeden Preis", aber es ist gut zu wissen, was auf einen zukommen könnte.
Auch interessant zu erfahren, dass das Cialdini Buch mittlerweile Mainstream ist (reciproke giving by buying), dann kann ich das Buch (Influence) ja mal komplett zuende lesen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, wie unkorrekt es ist das als "Einzige" in meiner Umgebung zu wissen.
Wenn ich das so aufschreibe, scheine ich das Erfolg haben durch Vorsprungswissen / -können Prinzip, von dem Paul Graham (in seinem Buch?) spach noch nicht so richtig verstanden zu haben. Seufz!
Ein paar der Strategien hätte ich eher als "evil" oder "unangenehm" bezeichnet - social Media Aufruhr um "jeden Preis", aber es ist gut zu wissen, was auf einen zukommen könnte.
Auch interessant zu erfahren, dass das Cialdini Buch mittlerweile Mainstream ist (reciproke giving by buying), dann kann ich das Buch (Influence) ja mal komplett zuende lesen, ohne mir Gedanken machen zu müssen, wie unkorrekt es ist das als "Einzige" in meiner Umgebung zu wissen.
Wenn ich das so aufschreibe, scheine ich das Erfolg haben durch Vorsprungswissen / -können Prinzip, von dem Paul Graham (in seinem Buch?) spach noch nicht so richtig verstanden zu haben. Seufz!
Donnerstag, 13. April 2017
Link merken - einfach weitergehen Wikis
Muss grad mal für 1-2 Projekte mir einen Link merken:
https://www.pumacy.de/publikationen/studien/wikis-fuer-wissensmanagement/
https://www.pumacy.de/publikationen/studien/wikis-fuer-wissensmanagement/
Freitag, 31. März 2017
Wiewunderlandias Methapern im Wandel
Bei meinen Patienen versuche ich ja immer einfache Geschichten, die die Leute kennen zu nutzen, um Sachen zu erklären. Dann können die Leute vielleicht verstehen, warum sie sich daran erinnern können, dass sie z.B. mal ein Zahlengenie waren, aber nach dem linkslastigen Schlaganfall (=rechte Seite Ausfälle) nur noch den 10er Zahlenraum überblicken können.
Bisher habe ich dann meistens sowas gesagt wie:
"Das ist ein bissel wie eine ausgebombte Stadt: das Archiv mit allen Geschichten ist noch da (Mathe Leistungskurs toll abgeschlossen, schnellster Rechner im Betrieb, etc.) aber das Ausführungsorgan, was die ganze Arbeit machen muss, hat gerade alle Aktenordner durcheinander oder verloren. Da arbeiten zwar noch Leute, aber die kommen vor lauter Aufräumen zu nix anderem mehr".
Als dann heute eine Interview mit Fritz Pleitgen (im WDR3 oder 5 ?) gesendet wurde, ist mir erstmal klar geworden, dass die Metapher eher eine Zumutung sein könnte, ob der vielen schlimmen Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg die meine Patienten noch präsent haben könnten.
Heute abend habe ich mir dann mal Gedanken gemacht, was ich denn stattdessen erzählen könnte. Eine "lokale Katastrophe" ist das ja dann doch. Ich habe mir vorgenommen, es mal mit Erdbeben zu versuchen, und zu sehen mit welchen Geschichten meine Patienten dann kommen.
Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass eine Katastrophe wie Krieg oder Erdbeben nicht dazu geeignet sind, für tolle Stimmung in der Therapie zu sorgen.
Well, die Leute die einen Schlaganfall hinter sich haben *haben* ja auch eine Katastrophe durchgemacht. Zugegebenerweise nur im Kleinen, aber viele Patienten (in dem Fall augenscheinlich eher die Männer) scheinen sich zu schämen, dass sie in Gegenwart der, aus ihrer Sicht blutjungen, Therapeutin die einfachsten Dinge nicht hinkriegen. Und es sind meistens gestandene Männer, deren Lebensgeschichte einen wirklich Respekt einflößt.
Und wenn ich dann eine verständliche Geschichte erzählen kann, die hilft zu verstehen, warum ich mit komischen Aufgaben vorbei komme, die mitten im Epizentrum des "Erbebens" liegen und ich es mit meinen "beschämenden" Aufgen darauf anlege, den "Leuten vor Ort" beim "Wiederaufbau" zu helfen, soweit möglich - warum nicht etwas anwenden, was dafür mit sorgen kann, dass die Leute den Mut behalten?!
Bisher habe ich dann meistens sowas gesagt wie:
"Das ist ein bissel wie eine ausgebombte Stadt: das Archiv mit allen Geschichten ist noch da (Mathe Leistungskurs toll abgeschlossen, schnellster Rechner im Betrieb, etc.) aber das Ausführungsorgan, was die ganze Arbeit machen muss, hat gerade alle Aktenordner durcheinander oder verloren. Da arbeiten zwar noch Leute, aber die kommen vor lauter Aufräumen zu nix anderem mehr".
Als dann heute eine Interview mit Fritz Pleitgen (im WDR3 oder 5 ?) gesendet wurde, ist mir erstmal klar geworden, dass die Metapher eher eine Zumutung sein könnte, ob der vielen schlimmen Erinnerungen an den zweiten Weltkrieg die meine Patienten noch präsent haben könnten.
Heute abend habe ich mir dann mal Gedanken gemacht, was ich denn stattdessen erzählen könnte. Eine "lokale Katastrophe" ist das ja dann doch. Ich habe mir vorgenommen, es mal mit Erdbeben zu versuchen, und zu sehen mit welchen Geschichten meine Patienten dann kommen.
Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass eine Katastrophe wie Krieg oder Erdbeben nicht dazu geeignet sind, für tolle Stimmung in der Therapie zu sorgen.
Well, die Leute die einen Schlaganfall hinter sich haben *haben* ja auch eine Katastrophe durchgemacht. Zugegebenerweise nur im Kleinen, aber viele Patienten (in dem Fall augenscheinlich eher die Männer) scheinen sich zu schämen, dass sie in Gegenwart der, aus ihrer Sicht blutjungen, Therapeutin die einfachsten Dinge nicht hinkriegen. Und es sind meistens gestandene Männer, deren Lebensgeschichte einen wirklich Respekt einflößt.
Und wenn ich dann eine verständliche Geschichte erzählen kann, die hilft zu verstehen, warum ich mit komischen Aufgaben vorbei komme, die mitten im Epizentrum des "Erbebens" liegen und ich es mit meinen "beschämenden" Aufgen darauf anlege, den "Leuten vor Ort" beim "Wiederaufbau" zu helfen, soweit möglich - warum nicht etwas anwenden, was dafür mit sorgen kann, dass die Leute den Mut behalten?!
Montag, 27. März 2017
Link merken Lisa Burell
...hier gibt´s nix zu sehen, außer dass ich mir einen Link merken will:
Lisa Burell Teil 1 von 4
Lisa Burell Teil 1 von 4
Montag, 20. März 2017
Der lahmste Witz der Welt
Frühlingsanfang ist, wenn man vom Winterschlaf nahtlos in die Frühjahrsmüdigkeit übergeht.
Schönen Frühlingsanfang, genießt die aufblühende Natur.
Schönen Frühlingsanfang, genießt die aufblühende Natur.
Sonntag, 12. März 2017
Geschenke!!! - oder doch nicht?!
Letztens ist mir erst aufgegangen, warum ich immer auf die (zumeist Kleider)Pakete & Päckchen meiner Nachbarin so neidisch war.*
Ich meine, da kriegt jemand Geschenke und ich will aber auch welche haben (kleines schmollendes Kind in mir - Augenroll!!).
Denn: der Akt des Bezahlens auf den Internetplattformen von denen ich die Bücher beziehe ist so "schmerzfrei" und so zeitlich getrennt vom Akt des Empfangens, dass die Sendungen für mich wie Geschenke erscheinen. Vor allen Dingen, weil ich meistens beim Bestellen von Büchern diese schon lange auf einer Wunschliste hatte, damit ich quasi den "Spreu vom Weizen" trenne und mich deswegen auch "wie Hulle" auf die Bücher freue.
Seufz - also einen Weg finden, wie ich die Internetbezahleritis "schmerzvoller" gestalte um beim Ankommen der Bücher zu wissen: da stecken jetzt 2-5 Stunden meiner Lebenszeit an bezahlter Arbeit drin, ist es das Wert gewesen?
...
Na, das ist ja schon der Weg: vor Bestellung diese Frage stellen - und natürlich die örtliche Büchereien checken, ob die nicht zufälligerweise das Buch "auf Lager" haben.
Wieso ich darauf komme?
Weil gerade drei solcher Pakete wieder auf dem Weg sind... ;-)
*:...war, weil besagte Nachbarin mittlerweile ausgezogen ist, aber das ist eine andere Geschichte.
Ich meine, da kriegt jemand Geschenke und ich will aber auch welche haben (kleines schmollendes Kind in mir - Augenroll!!).
Denn: der Akt des Bezahlens auf den Internetplattformen von denen ich die Bücher beziehe ist so "schmerzfrei" und so zeitlich getrennt vom Akt des Empfangens, dass die Sendungen für mich wie Geschenke erscheinen. Vor allen Dingen, weil ich meistens beim Bestellen von Büchern diese schon lange auf einer Wunschliste hatte, damit ich quasi den "Spreu vom Weizen" trenne und mich deswegen auch "wie Hulle" auf die Bücher freue.
Seufz - also einen Weg finden, wie ich die Internetbezahleritis "schmerzvoller" gestalte um beim Ankommen der Bücher zu wissen: da stecken jetzt 2-5 Stunden meiner Lebenszeit an bezahlter Arbeit drin, ist es das Wert gewesen?
...
Na, das ist ja schon der Weg: vor Bestellung diese Frage stellen - und natürlich die örtliche Büchereien checken, ob die nicht zufälligerweise das Buch "auf Lager" haben.
Wieso ich darauf komme?
Weil gerade drei solcher Pakete wieder auf dem Weg sind... ;-)
*:...war, weil besagte Nachbarin mittlerweile ausgezogen ist, aber das ist eine andere Geschichte.
Freitag, 3. März 2017
Was den Bau der Pyramiden erst möglich gemacht hat? Bier
http://michael-hudson.com/2015/04/sovereignty-in-the-ancient-near-east/
Donnerstag, 16. Februar 2017
Ampel-Abstandhalter & Computerspiele
Seit einiger Zeit beobachte ich im Stadtverkehr, dass unterschiedliche Autos mit einer einzelnen Person hinterm Steuer (ich glaube zumeist männlich, bin mir aber nicht sicher) einen gewissen Abstand zur Haltelinie der roten Ampelanlage einhalten. Die Autos sind zumeist Mittelklasse Wagen und keines von denen war bisher so etwas wie ein Lieferwagen. Der Abstand zur Haltelinie beträgt geschätzt etwas mehr als einen Meter und das Ganze scheint nur statt zu finden, bei zweispurigen Anlagen.
Übrigens sogar dann, wenn es sich bei der roten Ampel in Frage um eine Kontaktampel handelt und das fragliche Auto als erstes an der Ampel steht. Und somit die Ampel gar nicht auf Grün geschaltet bekommt.
Lange hat Klein-Wiewunderlandine sich gefragt *Was Soll Das?!*.
Bis mir dann irgendwann aufgefallen ist: es sind alles Autos die schnell beschleunigen könnten. Viele von denen haben auch so "neue" Aufkleber drauf wie das Smiley mit den Beleidigungsfingern. Zu der Zeit wo mir das auffiel (also ab ?? etwa letztem Jahr*) kamen auch immer mehr Meldungen über Menschen, die im echten Leben rennen fahren, wie sie nur in den Filmen und Computerspielen ohne echten Schaden möglich sind.
Ob die "Ampel-Abstandhalter" wohl auch eher "Rennen fahren" und an einem Computerspiel teilnehmen, wo die Zeit erst ab Startlinie gemessen wird? Und es daher Sinn macht Abstand zu halten, da man dann bereits schneller ist, wenn die Zeit läuft? Und Stadtverkehr, bzw. der tägliche Weg zur Arbeit bereits langweilig genug ist, da kann man sich ja viel lieber verhalten, wie im coolen Spiel, wo man der Macher ist.
Vielleicht finde ich ja jemanden, der mir das Bestätigen/Verneinen kann. Interessant fände ich auch die Frage: falls das obige stimmen sollte, wie lange braucht es dann dafür? Also wie lange muss ich mich aktiv mit einer Gamingwelt auseinander setzten und mich darin erfolgreich finden, bis ich Teile der dortigen Handlung in mein konventionelles Leben übernehme?
Und auch: welche Handlungen/Sichtweisen der Welt übernehme ich noch aus dem Spiel? Vor allen Dingen, solche zu denen ich sowieso neige (z.B. bei "Gothic" im "Off" noch die letzte Heilpflanze zu sehen) oder eher die, die die Figur laut Spielwelt erfolgreich machen?
Was dann wieder vom jeweiligen Spiel abhängen würde. Wenn letzteres stimmt: Was bedeutet das dann Gesamtgesellschaftlich, wenn vor allem "Ballerspiele" / "Kriminellenspiele" gespielt werden?
Was mich in dem Zusammenhang auch interessiert: gibt es eine Möglichkeit, Computerspiele superspannend und actionreich zu gestalten und dennoch Werte zu fördern, die eine demokratische Gesellschaft unterstützen?
Sowas wie: yeah: 1000 Bäume werden gepflanzt, du hast dem Alten vorm Geldautomaten geholfen, obwohl Du gerade nur schnell Geld abheben wolltest
Oder: Wow, du hast dem neben sein Auto gefallenen Rollstuhlfahrer, der laut um Hilfe rief, beim Aufstehen geholfen: hier ist der Geheimcode für die Raketenabschussbasis**, mit der Du die Welt retten kannst.
Und auch: ist die ganze Geschichte eine Art Teufelskreis? Entwickler die jetzt Spiele entwickeln, erinnern sich an ihre Lieblingsspiele und wollen sowas "nur modern"/"noch besser" /"viel genialer" umsetzten und perpetuieren damit einen Trend, weil Frieden und moralisch gutes Verhalten im demokratischen Sinne interessant zu machen einfach mehr Gehirnschmalz benötigt, als irgendwelche Trends zu persiflieren?
I have a bad feeling about this.***
Vor allen Dingen, weil ich selbst ja gerade nix dazu beitrage als zu lamentieren. Und Meckern bringt die Sache einfach nicht weiter. Eine Reglungsbehörde übrigens auch nicht, meines Erachtens, weil wir dann zu sehr in Planwirtschaft sind und Planwirtschaft macht Spiele langweilig, davon bin ich überzeugt.
Hab das Thema letztens jemandem vorgelegt, der wesentlich rationeller über Dinge nachdenkt als ich. Die Person hat mich auf so Dinge wie SimCity hingewiesen. Irgendwie finde ich das noch nicht ganz die Antwort, bemerke ich gerade, weil SimCity ja ein Planspiel ist und meine Bedenken zunächst einmal Richtung Action-Spiele gehen.
Vielleicht muss ich einfach auf eine Jugend vertrauen, die es schaffen wird, sich die Phantasie-Welten zu erschaffen die es braucht um sich einerseits von den Erwachsenen abzusetzten und andererseits aber die neu am Horizont auftauchenden Schwierigkeiten**** konstruktiv im geschützten Geschichtenraum Probe zu lösen.
Mir fällt gerade auf: in Buchform gibt es sowas schon: Peacetalk 101 von Suzette Haden Elgin*****.
*:jaa, bin wieder mal sehr schnell mit dem Hypothesenerstellen ;-)
**: ...die für Regenbögen natürlich, hüstel.
***:...war auch ein einfacher einzuflechten als: Möge die Macht mit dir sein.
*****:...sehe gerade, was für einen Preissprung das Ding gemacht hat. Hätte ich mal mehr Expemplare gekauft ;-)
****: Peak-Oil, anyone?
Übrigens sogar dann, wenn es sich bei der roten Ampel in Frage um eine Kontaktampel handelt und das fragliche Auto als erstes an der Ampel steht. Und somit die Ampel gar nicht auf Grün geschaltet bekommt.
Lange hat Klein-Wiewunderlandine sich gefragt *Was Soll Das?!*.
Bis mir dann irgendwann aufgefallen ist: es sind alles Autos die schnell beschleunigen könnten. Viele von denen haben auch so "neue" Aufkleber drauf wie das Smiley mit den Beleidigungsfingern. Zu der Zeit wo mir das auffiel (also ab ?? etwa letztem Jahr*) kamen auch immer mehr Meldungen über Menschen, die im echten Leben rennen fahren, wie sie nur in den Filmen und Computerspielen ohne echten Schaden möglich sind.
Ob die "Ampel-Abstandhalter" wohl auch eher "Rennen fahren" und an einem Computerspiel teilnehmen, wo die Zeit erst ab Startlinie gemessen wird? Und es daher Sinn macht Abstand zu halten, da man dann bereits schneller ist, wenn die Zeit läuft? Und Stadtverkehr, bzw. der tägliche Weg zur Arbeit bereits langweilig genug ist, da kann man sich ja viel lieber verhalten, wie im coolen Spiel, wo man der Macher ist.
Vielleicht finde ich ja jemanden, der mir das Bestätigen/Verneinen kann. Interessant fände ich auch die Frage: falls das obige stimmen sollte, wie lange braucht es dann dafür? Also wie lange muss ich mich aktiv mit einer Gamingwelt auseinander setzten und mich darin erfolgreich finden, bis ich Teile der dortigen Handlung in mein konventionelles Leben übernehme?
Und auch: welche Handlungen/Sichtweisen der Welt übernehme ich noch aus dem Spiel? Vor allen Dingen, solche zu denen ich sowieso neige (z.B. bei "Gothic" im "Off" noch die letzte Heilpflanze zu sehen) oder eher die, die die Figur laut Spielwelt erfolgreich machen?
Was dann wieder vom jeweiligen Spiel abhängen würde. Wenn letzteres stimmt: Was bedeutet das dann Gesamtgesellschaftlich, wenn vor allem "Ballerspiele" / "Kriminellenspiele" gespielt werden?
Was mich in dem Zusammenhang auch interessiert: gibt es eine Möglichkeit, Computerspiele superspannend und actionreich zu gestalten und dennoch Werte zu fördern, die eine demokratische Gesellschaft unterstützen?
Sowas wie: yeah: 1000 Bäume werden gepflanzt, du hast dem Alten vorm Geldautomaten geholfen, obwohl Du gerade nur schnell Geld abheben wolltest
Oder: Wow, du hast dem neben sein Auto gefallenen Rollstuhlfahrer, der laut um Hilfe rief, beim Aufstehen geholfen: hier ist der Geheimcode für die Raketenabschussbasis**, mit der Du die Welt retten kannst.
Und auch: ist die ganze Geschichte eine Art Teufelskreis? Entwickler die jetzt Spiele entwickeln, erinnern sich an ihre Lieblingsspiele und wollen sowas "nur modern"/"noch besser" /"viel genialer" umsetzten und perpetuieren damit einen Trend, weil Frieden und moralisch gutes Verhalten im demokratischen Sinne interessant zu machen einfach mehr Gehirnschmalz benötigt, als irgendwelche Trends zu persiflieren?
I have a bad feeling about this.***
Vor allen Dingen, weil ich selbst ja gerade nix dazu beitrage als zu lamentieren. Und Meckern bringt die Sache einfach nicht weiter. Eine Reglungsbehörde übrigens auch nicht, meines Erachtens, weil wir dann zu sehr in Planwirtschaft sind und Planwirtschaft macht Spiele langweilig, davon bin ich überzeugt.
Hab das Thema letztens jemandem vorgelegt, der wesentlich rationeller über Dinge nachdenkt als ich. Die Person hat mich auf so Dinge wie SimCity hingewiesen. Irgendwie finde ich das noch nicht ganz die Antwort, bemerke ich gerade, weil SimCity ja ein Planspiel ist und meine Bedenken zunächst einmal Richtung Action-Spiele gehen.
Vielleicht muss ich einfach auf eine Jugend vertrauen, die es schaffen wird, sich die Phantasie-Welten zu erschaffen die es braucht um sich einerseits von den Erwachsenen abzusetzten und andererseits aber die neu am Horizont auftauchenden Schwierigkeiten**** konstruktiv im geschützten Geschichtenraum Probe zu lösen.
Mir fällt gerade auf: in Buchform gibt es sowas schon: Peacetalk 101 von Suzette Haden Elgin*****.
*:jaa, bin wieder mal sehr schnell mit dem Hypothesenerstellen ;-)
**: ...die für Regenbögen natürlich, hüstel.
***:...war auch ein einfacher einzuflechten als: Möge die Macht mit dir sein.
*****:...sehe gerade, was für einen Preissprung das Ding gemacht hat. Hätte ich mal mehr Expemplare gekauft ;-)
****: Peak-Oil, anyone?
Sonntag, 15. Januar 2017
Zum Merken - Renaissance Antibiotika
Für die Irmel zum Merken, nicht zum Ausprobieren!
Bei WDR 5 gehört: ein Rezept für Antibiotika aus ?? der Renaissance? Oder noch Früher?
Gleiche Teile Zwiebeln und Knoblauch mit gleichen Teilen Ochsengalle und Rotwein für (7 oder 9???) Tage in einem Messingtopf lagern. Erst nach der "Lagerung" gab es einen Effekt - allerdings nur bei Labormäusen.
Bei WDR 5 gehört: ein Rezept für Antibiotika aus ?? der Renaissance? Oder noch Früher?
Gleiche Teile Zwiebeln und Knoblauch mit gleichen Teilen Ochsengalle und Rotwein für (7 oder 9???) Tage in einem Messingtopf lagern. Erst nach der "Lagerung" gab es einen Effekt - allerdings nur bei Labormäusen.
Freitag, 6. Januar 2017
CO2 fixieren für Jeder*mann*frau
Seit einiger Zeit interessiere ich mich für Permakultur, und ich habe das eine oder andere Buch zu dem Thema gelesen, aber noch nicht so viel Praxis. In einem kurzen Abschnitt ging es über "best practices" und eine der Regeln war: "Obtain a yield" - also in etwa: erreiche eine Ernte.
Jetzt habe ich 2011 meinen ersten Avocado-Kern eingepflanz und mich so gut es mir möglich war (also schlecht) drum gekümmert. Avocado Bäume brauchen, glaube ich mindestens 9 Jahre um Früchte zu tragen und bei meinen zwei Exemplaren (2. von ca. 2012) braucht es zum einen noch etwas und zum anderen sind das eher kleine Exemplare. Der ältere hat einen Daumendicken Stamm und der kleine etwa Ringfinger-Dicke. Ich kann mir nicht vorstellen, wie da eine Avocado halten soll, vor allem, weil die die meiste Zeit zu kühl stehen und nicht wirklich zulegen können.
Und vor allem weiß ich gar nicht, wer da bestäubt? Braucht es eine Biene, Hummel, Schmetterling, Kolibri oder Feldermaus? Und kann jemand endemisches* die Aufgabe übernehmen oder müsste es der Originalbestäuber sein?
Trotzdem habe ich gegenüber Besuchern m.E. zu Recht behauptet, dass die Bäume was abwerfen: Sauerstoff nämlich, plus eine Fixierung des Kohlendioxids im Stamm. Quasi ein Doppelyield.
Wenn Du also was für den Klimaschutz tun willst und gar nix anderes weißt (wie z.B. mehr Fahrrad fahren), so kannst Du einen Baumsamen nehmen (muss ja nicht direkt Avocado sein) und dafür sorgen, dass das Ding zumindest zur Zimmerpflanze heranwächst**.
Würde mich freuen, von Deinen Ergebnissen zu hören!***
*: also jemand Einheimisches.
**:...bei mehr Platz im "Draußen" gerne auch einen "echten" Baum. Da gibt´s ja jede Menge Köstlichkeiten: Rote Renee Clauden, Rote Pfirsiche, Eßkastanien, Äpfel, Sauerkirschen...
***:...jaa, ich habe eine ehemalige Kollegin, von der ich den 2. Baum habe, die mich schon 10x überholt hat, was CO2-Ernte angeht, nur davon kann ich mich ja nicht aufhalten lassen, nicht wahr?
Jetzt habe ich 2011 meinen ersten Avocado-Kern eingepflanz und mich so gut es mir möglich war (also schlecht) drum gekümmert. Avocado Bäume brauchen, glaube ich mindestens 9 Jahre um Früchte zu tragen und bei meinen zwei Exemplaren (2. von ca. 2012) braucht es zum einen noch etwas und zum anderen sind das eher kleine Exemplare. Der ältere hat einen Daumendicken Stamm und der kleine etwa Ringfinger-Dicke. Ich kann mir nicht vorstellen, wie da eine Avocado halten soll, vor allem, weil die die meiste Zeit zu kühl stehen und nicht wirklich zulegen können.
Und vor allem weiß ich gar nicht, wer da bestäubt? Braucht es eine Biene, Hummel, Schmetterling, Kolibri oder Feldermaus? Und kann jemand endemisches* die Aufgabe übernehmen oder müsste es der Originalbestäuber sein?
Trotzdem habe ich gegenüber Besuchern m.E. zu Recht behauptet, dass die Bäume was abwerfen: Sauerstoff nämlich, plus eine Fixierung des Kohlendioxids im Stamm. Quasi ein Doppelyield.
Wenn Du also was für den Klimaschutz tun willst und gar nix anderes weißt (wie z.B. mehr Fahrrad fahren), so kannst Du einen Baumsamen nehmen (muss ja nicht direkt Avocado sein) und dafür sorgen, dass das Ding zumindest zur Zimmerpflanze heranwächst**.
Würde mich freuen, von Deinen Ergebnissen zu hören!***
*: also jemand Einheimisches.
**:...bei mehr Platz im "Draußen" gerne auch einen "echten" Baum. Da gibt´s ja jede Menge Köstlichkeiten: Rote Renee Clauden, Rote Pfirsiche, Eßkastanien, Äpfel, Sauerkirschen...
***:...jaa, ich habe eine ehemalige Kollegin, von der ich den 2. Baum habe, die mich schon 10x überholt hat, was CO2-Ernte angeht, nur davon kann ich mich ja nicht aufhalten lassen, nicht wahr?
Sonntag, 1. Januar 2017
Grüne Spinne
Gerade habe ich beim Autowaschen versucht eine grüne Spinne vorm Ertrinken zu retten und da das arme Biest keine Ahnung hatte, dass ich ihm helfen wollte und es bei dem Missverständnis während der Rettungsmaßnahme auf altbewährte Mechanismen gesetzt hat: "...ich bin hier in was Komischen - da kommt was dickes-warmes (mein Finger) - mal erkunden- oh- ich werde mitgerissen, nein der Faden hält mich - Aaaah! Ich ertrinke so gut wie - Hilfe-Hilfe-ich-liege-auf-dem-Rücken-und-komme-nicht-weg-viieel-mit-den-Beinen-Strampeln!!! - Fast ertrunken, also ergebe ich mich dem Schicksal und ziehe meine Beine an mich - oh, doch davon gekommen: schnell Faden spinnen und absetzen!!" ist sie auf einem sowieso schon nassen Boden gelandet, wo ich nicht weiß, ob sie mit der Mischung aus Seife und warmen Wasser zurecht gekommen ist. Ich muß also davon ausgehen, dass die Rettungsaktion ziemlich in die Hose gegangen ist. Seufz.
Und das alles nur, weil ich die Warmwasser sprühende Schaumbürste nicht weggelegt habe, bevor ich den ersten Kontakt aufgenommen habe.
Warum ich das nicht gemacht habe? Na, ich weiß doch, dass ich eine vertrauenswürdige Person bin, die der Spinne nur gutes will, also diese mal eben schnell von der Autoantenne zur Seite setzen, damit sie nicht ertrinkt und dann schnell weiter mit der Bürste wischen, weil ich Geld eingeworfen hatte, das schnell ablief.
Nur: die Spinne wusste davon überhaupt nix und setzt daher verständlicherweise auf Mechanismen, die die Evolution wahrscheinlich in 10.000 von Jahren fein säuberlich ausgesiebt hat. Und da ich (noch?) kein Spinnisch kann, konnte ich der auch nicht verklickern, dass sie sich mal gefälligst-hopp-hopp von mir zu retten lassen hat, damit alle weitermachen können.
Warum jetzt auch noch ein Blogbeitrag dazu?
Es hat mir unendlich leid getan.
Es war eine so schöne, kleine, grüne Spinne.
Und ich möchte begreifen, wie ich in so Situationen reagiere, um in gleichartigen Situationen besser reagieren zu können.
Es geht doch nur um eine Spinne! höre ich den einen oder anderen denken - well - ja und nein. Gibt es vielleicht noch andere Situationen in denen ich weiß, dass ich im Grunde ein grundanständiger Mensch bin, aus diesem Selbstverständnis reagiere und mein Gegenüber (Mensch, Tier, whatever) gerade einen gaaanz anderen Fahrplan im Kopf hat und es daher schief geht, weil ich nicht ganz da bin? (z.B. ablenkender Gegenstand in der Hand und Zeitdruck durch externen, wichtigen Faktor - da kommt mir ein gewisses Zugunglück in den Kopf...)
Werde ich also von der Spinnensituation lernen (also indirekt von der Spinne...), in entscheidenden Situationen alles aus der Hand und aus dem Kopf zu legen, was nicht zur Anforderung der aktuellen Situation passt? Ich hoffe es.
So nach dem Motto: Bitte bemerken, wann es um Lebewesen geht und ander Dinge dann ggf. ausblenden: Ja, das Geld im Automaten hast Du Dir mühsam erarbeitet, ja das Wasser mit Seife sollte nicht verschwendet werden, aber was ist das im Vergleich zum Leben der Spinne?
Apropro: Nur eine Spinne: Als kleines Mädel waren mir die nordamerikanischen Indianer (zumeist in verklärter Version) wichtig und das Buch "Nordamerkanische Mythen und Märchen" ist neben u.a. meinem Grimme-Märchen Buch ein herzallerliebstes Buch.
Darin wird auch postuliert, dass der Mensch eins ist mit der Welt- also auch Verwandte im wortwörtlichen Sinne im Tier und Pflanzenreich hat. Nicht selten bekommen die Helden z.B. von Großmutter Spinne den entscheidenden Tipp. Wenn die Helden/Hauptpersonen nicht gar selbst Tiere sind, z.B. Coyote, Big Dipper oder der Schmetterlingsmann.
Also: Tiere = Lebewesen = in etwa genauso rettenswert wie ein Mensch. (jaa, es gibt Unterschiede - jahrzehntelang waren Mücken meine großen Nicht-Freunde) Teilweise waren sogar einzelne Menschen eher die Bösewichtel: der Sonnenträger zum Beispiel, oder der Vater, der aus blöderweise nachvollziehbaren Gründen mehrfach seine Tochter vom Kanu wegstößt und so die Meeresgöttin Sedna entsteht.
Fazit: die Welt um mich herum empfinde ich schon länger als ... mir fehlt der passende Ausdruck - vielleicht ist "anwesend" ein passender? "Beseelt" ist zu beladen und "belebt" zu banal.
Und dann kam irgendwann das Kindchenschema hinzu: Ich stand in einem meiner aus Erntesicht nicht wirklich geglückten Gartenprojekte und wollte eine der vielen Blumen von einer Schaumzikade befreien - bzw. wollte herausfinden, ob ich diesen komischen Schaum an dieser Blume nicht mit einem Stöckchen entfernen könnte - und plötzlich saß auf dem Stock ein Lebewesen, was klein und grün* war, mich aus großen Augen anschaute und mich zu fragen schien, ob ich nicht in Anbetracht meines großen Überflusses an Blumen und Wohlempfinden (sonniger Nachmittag, draußen, wohlgenährt und -gewässert), auf das Wohlbefinden einer Blume verzichten könnte zugunsten des Wohlbefinden eines mir bis dato unbekannten Lebewesens.
Ich hab das Tier vorsichtig zurück gesetzt.
Danach (vermutlich auch schon davor) hatte ich den Eindruck, weil ich so viele Dinge geschenkt bekommen habe, dass ich eine Verantwortung habe, mich in den Kreisen, in denen ich einen Unterschied ausmachen kann, diesen auch auszuüben. Und zwar in Bezug auf die gesamte Schöpfung, nicht nur die Menschen und Maschinen.
(Was mich ein bissel an das Traktakt über Dungeon/MUD?!-Spieler erinnert, dass ich mal wieder finden und mal gänzlich lesen sollte. Ich bin mir seeehr sicher, dass mich der obige Blogbeitrag in die Schublade "Hearts"** einsortiert. Grandmoff Tarkin hätte es leicht, meinen Stil zu analysieren, vermute ich ;-)
*:...ich scheine ein Faible für kleine, grüne Biester zu haben, interessant. Von Vorteil, falls Aliens mal wirklich klein, grün, und ähm, friedlich sind.
**:Zitat Wikipedia: Observations of MUD-play show styles of play that can be roughly categorized. Achievers focus on concrete measurements of success such as experience points, levels, and wealth; Explorers investigate every nook and cranny of the game, and evaluate different game mechanical options; Socializers devote most of their energy to interacting with other players; and then there are Killers who focus on interacting negatively with other players, if permitted, killing the other characters or otherwise thwarting their play. Few players play only one way, or play one way all the time; most exhibit a diverse style.[80] According to Richard Bartle, "People go there as part of a hero's journey—a means of self-discovery".[81]
Und das alles nur, weil ich die Warmwasser sprühende Schaumbürste nicht weggelegt habe, bevor ich den ersten Kontakt aufgenommen habe.
Warum ich das nicht gemacht habe? Na, ich weiß doch, dass ich eine vertrauenswürdige Person bin, die der Spinne nur gutes will, also diese mal eben schnell von der Autoantenne zur Seite setzen, damit sie nicht ertrinkt und dann schnell weiter mit der Bürste wischen, weil ich Geld eingeworfen hatte, das schnell ablief.
Nur: die Spinne wusste davon überhaupt nix und setzt daher verständlicherweise auf Mechanismen, die die Evolution wahrscheinlich in 10.000 von Jahren fein säuberlich ausgesiebt hat. Und da ich (noch?) kein Spinnisch kann, konnte ich der auch nicht verklickern, dass sie sich mal gefälligst-hopp-hopp von mir zu retten lassen hat, damit alle weitermachen können.
Warum jetzt auch noch ein Blogbeitrag dazu?
Es hat mir unendlich leid getan.
Es war eine so schöne, kleine, grüne Spinne.
Und ich möchte begreifen, wie ich in so Situationen reagiere, um in gleichartigen Situationen besser reagieren zu können.
Es geht doch nur um eine Spinne! höre ich den einen oder anderen denken - well - ja und nein. Gibt es vielleicht noch andere Situationen in denen ich weiß, dass ich im Grunde ein grundanständiger Mensch bin, aus diesem Selbstverständnis reagiere und mein Gegenüber (Mensch, Tier, whatever) gerade einen gaaanz anderen Fahrplan im Kopf hat und es daher schief geht, weil ich nicht ganz da bin? (z.B. ablenkender Gegenstand in der Hand und Zeitdruck durch externen, wichtigen Faktor - da kommt mir ein gewisses Zugunglück in den Kopf...)
Werde ich also von der Spinnensituation lernen (also indirekt von der Spinne...), in entscheidenden Situationen alles aus der Hand und aus dem Kopf zu legen, was nicht zur Anforderung der aktuellen Situation passt? Ich hoffe es.
So nach dem Motto: Bitte bemerken, wann es um Lebewesen geht und ander Dinge dann ggf. ausblenden: Ja, das Geld im Automaten hast Du Dir mühsam erarbeitet, ja das Wasser mit Seife sollte nicht verschwendet werden, aber was ist das im Vergleich zum Leben der Spinne?
Apropro: Nur eine Spinne: Als kleines Mädel waren mir die nordamerikanischen Indianer (zumeist in verklärter Version) wichtig und das Buch "Nordamerkanische Mythen und Märchen" ist neben u.a. meinem Grimme-Märchen Buch ein herzallerliebstes Buch.
Darin wird auch postuliert, dass der Mensch eins ist mit der Welt- also auch Verwandte im wortwörtlichen Sinne im Tier und Pflanzenreich hat. Nicht selten bekommen die Helden z.B. von Großmutter Spinne den entscheidenden Tipp. Wenn die Helden/Hauptpersonen nicht gar selbst Tiere sind, z.B. Coyote, Big Dipper oder der Schmetterlingsmann.
Also: Tiere = Lebewesen = in etwa genauso rettenswert wie ein Mensch. (jaa, es gibt Unterschiede - jahrzehntelang waren Mücken meine großen Nicht-Freunde) Teilweise waren sogar einzelne Menschen eher die Bösewichtel: der Sonnenträger zum Beispiel, oder der Vater, der aus blöderweise nachvollziehbaren Gründen mehrfach seine Tochter vom Kanu wegstößt und so die Meeresgöttin Sedna entsteht.
Fazit: die Welt um mich herum empfinde ich schon länger als ... mir fehlt der passende Ausdruck - vielleicht ist "anwesend" ein passender? "Beseelt" ist zu beladen und "belebt" zu banal.
Und dann kam irgendwann das Kindchenschema hinzu: Ich stand in einem meiner aus Erntesicht nicht wirklich geglückten Gartenprojekte und wollte eine der vielen Blumen von einer Schaumzikade befreien - bzw. wollte herausfinden, ob ich diesen komischen Schaum an dieser Blume nicht mit einem Stöckchen entfernen könnte - und plötzlich saß auf dem Stock ein Lebewesen, was klein und grün* war, mich aus großen Augen anschaute und mich zu fragen schien, ob ich nicht in Anbetracht meines großen Überflusses an Blumen und Wohlempfinden (sonniger Nachmittag, draußen, wohlgenährt und -gewässert), auf das Wohlbefinden einer Blume verzichten könnte zugunsten des Wohlbefinden eines mir bis dato unbekannten Lebewesens.
Ich hab das Tier vorsichtig zurück gesetzt.
Danach (vermutlich auch schon davor) hatte ich den Eindruck, weil ich so viele Dinge geschenkt bekommen habe, dass ich eine Verantwortung habe, mich in den Kreisen, in denen ich einen Unterschied ausmachen kann, diesen auch auszuüben. Und zwar in Bezug auf die gesamte Schöpfung, nicht nur die Menschen und Maschinen.
(Was mich ein bissel an das Traktakt über Dungeon/MUD?!-Spieler erinnert, dass ich mal wieder finden und mal gänzlich lesen sollte. Ich bin mir seeehr sicher, dass mich der obige Blogbeitrag in die Schublade "Hearts"** einsortiert. Grandmoff Tarkin hätte es leicht, meinen Stil zu analysieren, vermute ich ;-)
*:...ich scheine ein Faible für kleine, grüne Biester zu haben, interessant. Von Vorteil, falls Aliens mal wirklich klein, grün, und ähm, friedlich sind.
**:Zitat Wikipedia: Observations of MUD-play show styles of play that can be roughly categorized. Achievers focus on concrete measurements of success such as experience points, levels, and wealth; Explorers investigate every nook and cranny of the game, and evaluate different game mechanical options; Socializers devote most of their energy to interacting with other players; and then there are Killers who focus on interacting negatively with other players, if permitted, killing the other characters or otherwise thwarting their play. Few players play only one way, or play one way all the time; most exhibit a diverse style.[80] According to Richard Bartle, "People go there as part of a hero's journey—a means of self-discovery".[81]
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