Sonntag, 19. Juli 2015

Gefühle im Netz verkaufen...sich gut.

Wie in einem vorabbigen* Beitrag geschrieben, habe ich in den letzten Monaten** mehrfach einem "Let´s play"*** zugeschaut. Und dabei festgestellt, dass die Dinge, die mich am meisten berühren/interessieren mit echten Gefühlen zu tun haben - also, wenn der Spieler berührt ist, oder gerade unglaublich vom Spiel genervt wird und es trotz immenser Gefühlsaufwallung schafft kein schlimmeres Schimpfwort als "Kackspiel" zu nutzen. (Wobei die kleine sarkastische Irmel dann denkt: okee - wieviel davon ist jetzt clever weggeschnitten worden?! Vermutlich nicht so  viel...)

Meine Arbeitshypothese ist das genau das den Erfolg bringt: echte Gefühle zeigen auf eine Art, die Leute miterleben können. Wobei es dann schon Gefühle sein sollten, die die Sonntagabend-Mehrheit auch wirklich sehen will. Wie oben erwähnt: Rührung und Aufregung (aber nicht so dick, dass es eine Schimpfkanonade wird) gerne mit Happy End gekrönt. Eine Musikkapelle aus Amerika (Dredg) schrieb dazu mal die Songzeile (in etwa): "Sing about love so they can feel it". Allerdings mit einer Verweigerung, das machen zu wollen, was ja an sich auch cool sein könnte, nichwahr?

Bei meinem bescheidenen Blogprojekt hier kommt das vielleicht vor, weil es um Themen gehen, die mir am Herzen liegen, oder die mir einfach nur auffallen, allerding ists bei mir einfach nur mein notorischer Mitteilungsbedarf, der an der Wiege stand, wie ja bereits erwähnt.**** Geschichten doppelt erzählen kann ich ja auch ganz gut, nichtwahr. Also, wenn dich das ganze hier berührt, dann ist das nicht direkt Absicht.
 Interessant, in Bezug auf Pin-Ups kommt mir der Gedanke, dass es ja wieder auf das Zielpublikum ankommt, was "berührt". Ich wette, es gibt bereits jede Menge wissenschaftliche Studien darüber... Und ich komme mir hier vor, als wenn ich das (Fahr)-Rad neu erfände. Na gut, aber was macht das schon, wenn man dadurch keine Platten mehr flicken muss?!*****

*: yepp, ich erfinde immer noch enthusiasmiert deutsche Wörter die eigentlich aus dem Niederländischen kommen...
**: mein Gott, eine genaue Zeitangabe - wo kam die denn her?!
***: Ein Spieler spielt ein Computerspiel und filmt dabei den Screen und gibt Kommentare.
****:...und wenn ich nicht ab und zu eine Erinnerung auf dem Gesichterbuch schreiben würde, wäre vermutlich nur der treue Googlebot mein Leser ;-) Obwohl, ich liege da sicherlich wieder falsch - oder wie eine Kwoon-Do Trainierin mal zu mir sagte:"...Du kannst nich immer Dein Licht unter den Scheffel stellen!" Tja, versuch macht kluch, oder?
*****:...geklauter Spruch aus - ich meine einer niederländischen Unizeitschrift. Vermutlich UVA, ich kann aber daneben liegen.

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